Warum Andreas, WA-RUM ? ? ?

Nach einem Fenstersturz im Drogenrausch lag Andreas sieben Monate lang im Wachkoma und wurde im Gerhard Tersteegen Haus gepflegt.

Dann geschah das Unglaubliche! Er erwachte aus dem Koma!

Nach einigen weiteren Monaten Pflege und Therapien gelang ihm der Absprung. Er konnte das GTH wieder verlassen und mit einem Freund eine eigene Wohnung beziehen.

Auf dem 2. Niederrheinischen Wachkoma-Tag Anfang April 2014 wurde Andreas als Vorzeige-Beispiel dargestellt. Man kann doch aus dem Koma wieder erwachen. Er wurde interviewt, stand Rede und Antwort und beteuerte, er wolle diese zweite Chance nutzen. Nutzen für ein neues Leben ohne Drogen und falsche Freunde. Der Fenstersturz hatte ihm wahrscheinlich das Leben gerettet.

Andreas Wachkomatag

Doch jetzt, ein halbes Jahr später, ist er wieder hier im GTH. Es geht ihm nicht gut. Er konnte seine guten Vorsätze nicht umsetzen. Er will jetzt hier bleiben. Hier fühlt er sich sicher und geborgen. Mal sehen, wie lange er so denkt.

Ich denke nur: „Junge… WARUM??? Warum hast du deine 2. Chance (die fürwahr nicht jeder erhält) einfach weggeworfen?“

DaGolt – Zweite Chance (offizielles Video)

Mut machen für ein neues Leben

Koma – Wikipedia

Ausstellung Wach.Koma

14 Kommentare zu „Warum Andreas, WA-RUM ? ? ?

  1. Hmm, das Leben in der heutigen Gesellschaft ist nicht immer leicht und es gibt nur wenige, die einen ernsthaft auf einem schwierigen Weg begleiten wollen. Wahrscheinlich hat die Welt ihm draussen keine Chance gelassen? Es ist schwer, sich allein durchzukämpfen…vor allen Dingen, wenn kein Rückhalt z.B. von Familie, Geschwister oder „wirklichen“ Freunden gegeben wird. Klar ist es nicht schön, dass seine 2. Chance verflogen ist, aber das GTH scheint für Andreas ein Zufluchtsort zu sein, wohin er, bestimmt auch nicht unbedingt freiwilig, zurück gekehrt ist um dort Geborgenheit zu finden! LG

  2. „Das Schicksal mischt die Karten, und wir spielen.“ (Arthur Schopenhauer)

    Katrin, WARUM-Fragen sind die unergiebigsten, gemeinsten, sinnlosesten Fragen. Es gibt keine Antwort darauf, so sehr wir sie uns auch erhoffen/ersehnen/wünschen.
    Es gibt nur die eine Antwort: Irgendwie mit dem DARUM umgehen. Irgendwie.
    Es ist schwer, ich weiß …

    Lieber Gruß
    Elke

      1. Wenn du wüsstet, wie ungerne ich hier recht habe. So sehr …. 🙁

        Ein Hoffnungsgedanke: Vielleicht kommt seine Seele mit dem Erlebten noch nicht so sehr zurecht, vielleicht hat er Ängste, was nach einem Trauma ganz normal ist, und er braucht er einfach noch Zeit. Zeit für eine dritte Chance.
        Ich drücke die Daumen.

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