So viele Schicksale

Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.

Marie von Ebner-Eschenbach

/x/details.png

Es ist wirklich unglaublich, wie vielen Schicksalen man im Heim begegnet!

Das ist hier natürlich ein Altenheim. Aber hier wohnen nicht nur alte Menschen, die im GTH ihre letzte Lebenszeit verbringen. Es wohnen auch eine Menge junger Leute hier. Mit „jung“ meine ich Menschen bis 60, die eigentlich in diesem Alter noch aktiv mitten im Leben stehen sollten.

Vielfach haben die Menschen irgendeine neurologische Erkrankung: Parkinson, Epilepsie, Multiple Sklerose, einen Hirntumor, Hirnblutungen, Depressionen verschiedenster Varianten, einen (oder mehrere) Schlaganfa(e)ll(e) erlitten oder aber einen (oder mehrere) Herzinfarkt(e) gehabt oder Krebs oder Kombinationen, … die Aufzählung ist lang.

Auch ältere Menschen kann eine solche Erkrankung treffen. Doch dort herrscht meist irgendeine Form von Demenz  vor (was selbstverständlich auch jüngere Bewohner treffen kann).

Allen gemein ist, dass sie nicht mehr selbstständig leben können, eine Pflegestufe haben, Hilfe benötigen.

Was ich in dem letzten Jahr alles kennengelernt habe ist enorm. Eine ganz neue Welt hat sich mir erschlossen!

Man sollte wirklich dafür plädieren, dass junge Menschen ein Praktikum im sozialen Bereich machen müssen. Das finde ich viel wertvoller und wichtiger, als die Wehrpflicht, die es ja bei uns viele Jahrzehnte lang gab. Sie besteht in der Bundesrepublik seit Juli 1956.

Seit Juli 2011 ist die Wehrpflicht in Friedenszeiten ausgesetzt. Da nun auch die Schule oft nur 12 statt 13 Jahre bis zum Abitur dauert, werden die jungen Erwachsenen immer früher ins Berufsleben entlassen. Was spricht also dagegen, ein „Soziales Jahr“ zwischen Schule und Studium / Berufsleben einzuschieben. Es täte unserer Gesellschaft bestimmt gut!

Sozialkompetenz – Was ist das?

Freiwilliges soziales Jahr (FSJ)

Kommentar verfassen