„Lilli Marleen“

Nachdem ich den nüchternen Spendenaufruf gepostet habe, will ich jetzt aber doch eine neue Geschichte aus dem Heim-Alltag erzählen.

Juvel Resegrammofon CC BY-SA 3.0 Holger.Ellgaard - Eigenes Werk
Juvel Resegrammofon
CC BY-SA 3.0
Holger.Ellgaard – Eigenes Werk

Heute Morgen beim Frühstück saß M.R. an der Pforte und sorgte für die Musik im Speisesaal.

Es gab alte Soldatenlieder, zum Beispiel „Lilli Marleen“ und weitere Lieder und Schlager aus der Zeit (30er und 40er Jahre).

Es sang Lale Andersen.

Dann Zarah Leander: Ich weiss es wird einmal ein Wunder geschehn .

Und die Bewohnerinnen summten und sangen mit. Textsicher. Tonsicher. Es war wunderschön!

Plötzlich störte mich die alte Schlager-Musik nicht mehr. Ich sah, dass sie den Bewohnerinnen viel Freude bereitete. Sie waren schließlich auch einmal jung. Jung und schön. Gingen auf Tanzfeste, Parties, flirteten, tanzten, sangen, hatten Spaß, schlugen durchaus auch schon mal über die Stränge. Schnell vergisst meine Generation und gar die der noch weitaus Jüngeren dies. Doch als sie heute Morgen summten, sangen, mit den Füßen wippten, waren sie plötzlich wieder jung und schön. Musik ist etwas Wunderbares.

Zum Ausklang singt uns Connie Francis : Die Liebe ist ein seltsames Spiel

Max.Raabe.&.Palast.Orchester.

Ein Kommentar zu „„Lilli Marleen“

Kommentar verfassen