Unwetter und Ängste

Svenja Weidmann / pixelio.de
Svenja Weidmann / pixelio.de
Platz der Wiedervereinigung
Platz der Wiedervereinigung

Das Wetter ist wechselhaft und launisch, richtiges Aprilwetter. Sonnenschein und Regen, lichtdurchflutete Natur und regengepeitschte Nachbarschaft in regem Wechsel.

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„Lightning NOAA“ von C. Clark – NOAA Photo Library

Was mich wirklich erstaunt hat, ist wie viele Senioren Angst vor Gewitter haben. Hängt das mit Erlebnissen in der Vergangenheit zusammen? Das entfernte Donnergrollen kann sie oft an Artilleriefeuer, Bombeneinschläge oder auch an das Herannahen von Jagdbombern erinnern. Das kann sich ein jüngerer Mensch, der (Gott sei Dank) nie einen Krieg erleben musste nicht vorstellen, wie schrecklich solche Erfahrungen sind.

Alle Achtung also vor den Senioren von heute!

Angst vor dem Donner | Suite101

Verhalten bei Gewitter

 

4 Kommentare zu „Unwetter und Ängste

  1. Mein Bruder hat mir die Angst vorm Gewittwer genommen. Als wir klein waren sagte er ,der Blitz ist so schön ,du musst ganz genau hin gucken . Er hatte recht , denn vor lauter gucken hab ich das Donnern kaum gehört.

  2. What a fitting subject for our week here in Michigan: we had several severe thunderstorms – and now they apparently use the tornado sirens as a warning system. Wish I had known: Sunday we had them go off twice. Somewhat nerve wrecking scanning the sky for anything funnel like, rather rare in the Midwest. By evening close to 500,000 households ended up without power. we were lucky and had no issues. More storms in the forecast for this coming weekend though….

  3. Es ist eher eine Art Aberglaube. Eine Art von Gottes Hand die bestraft. So erlebte ich es nicht nur als Kind auf der schwäbischen Alb wo ich manchmal auf dem Bauernhof war, sondern auch als Teenager auf einem Bauernhof am Bodensee. Also auch bei Leuten die den Krieg nicht miterlebt hatten, aber streng katholisch sind. Es gab die absurdesten Ideen um sich gegen den Blitz zu schützen.
    Im ersten Fall gab es extra genähte Bettlaken, mit denen man die Spiegel im Haus abhängen musste. Auch „unter den Tisch setzen“ gab es irgendwie. Von Krieg erzählte nie einer was. Eher hatte scheinbar schon jeder einen Kugelblitz gesehen und Fehlgeburten bei Kühen (als Beweis wurde dann die saure Milch herrangezogen).
    Die Milch wurde auch dunkel gestellt, weil sie bei Gewitter also nach deren Aussage durch den Blitz, verdirbt. Weil der Blitz die Rache war und Dir dieser Fingerzeig Gottes Deine Milch verdirbt, die Scheune in Brand steckt.
    So habe ich es auf dem Lande erlebt. Unbelehrbar. Aber spaßig!

    Die Angst vor Gewitter war damals wahrscheinlich eher der komplette Verlust von Hof und Vieh. Dein Ruin und Weg ins Armenhaus.

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