Steine für die Verstorbenen

Seit 2005 gibt es im Haus eine schöne Tradition, eingeführt von der Diplom-Sozialpädagogin und Diakonin Anne Mosel, die viele Jahre hier im Haus tätig war.

Wenn ein Bewohner stirbt, wird sein Name und sein Alter auf ein gerahmtes Blatt geschrieben und dieses im Speisesaal auf eine Anrichte gestellt. Dort kommen mehrmals täglich die Bewohner vorbei, wenn sie den Speisesaal, den Seminarraum oder die Kapelle aufsuchen. Da bleibt der Rahmen eine Zeit lang stehen, bevor wieder Platz für neue gemacht werden muss.

Zudem wird für jeden verstorbenen Bewohner ein Stein mit Name und den Daten von Geburt und Tod angefertigt. Es ist ein Flusskiesel oder Feldkiesel vom Niederrhein. So wird der Verstorbenen auch nach deren Tod gedacht. Die Angehörigen der Verstorbenen können diesen Stein mit nach Hause nehmen.

Mehrmals im Jahr findet in der Kapelle des Hauses eine Trauerfeier für die kürzlich Verstorbenen statt, an der sowohl Bewohner als auch Angehörige teilnehmen können. Dort wird über jeden Verstorbenen etwas typisches erzählt, von der Leiterin der Veranstaltung oder von Bewohnern oder Angehörigen. Wenn keine Angehörigen mehr anzutreffen sind oder der Stein nicht mitgenommen werden will, kommt er in eine der Plexiglasröhren, die im Garten in der Andachtsecke aufgestellt sind. Dort können Angehörige, Bewohner oder Besucher jederzeit Platz nehmen und der Verstorbenen gedenken.

Andachtsecke mit Gedenksteinen im Garten des GTH

Andachtsecke mit Gedenksteinen im Garten des GTH

2 Gedanken zu “Steine für die Verstorbenen

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