Wurzelsepps Welt ist wieder in Ordnung

Heute ging es dem Wurzelsepp wieder richtig gut. Er war zu allen Mahlzeiten unten im Speisesaal, aß ausgiebig und reagierte nicht schroff, wenn man sich ihm näherte. Die Welt war für ihn wieder in Ordnung, denn heute Nachmittag war Herr C. wieder abgereist. 😀

Als ich nach dem Mittagessen an seinen Platz rollte, sagte er voller Energie: „Und? Was machen wir jetzt?“

„Wir gehen nach oben und ruhen uns aus“, sagte ich, denn ich war recht geschafft von meiner Therapie.

„Och“, sagte er und blickte unschlüssig durch den Saal und nach draußen.

„Möchten Sie noch etwas spazieren gehen?“, fragte ich.

„Ja!“, sagte er und strahlte. 😀

„Na dann, … gehen wir raus“, meinte ich.

Draußen fragte ich: „Eine große  oder eine kleine Runde?“

„Von mir aus gerne eine große!“, strahlte er.

So machten wir uns auf den Weg. Am Torbogen ließ er mir galant den Vortritt, denn dort passen wir nicht nebeneinander hindurch. Er seufzte.

Ich fragte ganz besorgt: „Was ist? Sollen wir eine Pause machen?“

„Nein, nein! Ach, ist das schön…“, seufzte er träumerisch.

Er schien ganz aufgeräumt. Also nutze ich die Gunst der Stunde, um etwas mehr von ihm zu erfahren. „Haben Sie eigentlich noch Verwandte, die sie hier schon mal besuchen?“ Von seinem Sohn wusste ich schon. Das sagte ich ihm.

„Ja, der M. … und dann habe ich noch eine… eine…“, stammelte er.

„Eine Tochter?“, fragte ich.

„Nein, keine Tochter… oder nicht hier… sie wohnt in Hamburg… sie ist verheiratet… und hat einen Sohn… aber sie kann nicht oft kommen, weil sie so weit weg wohnt.“ Er seufzte.

„Sie haben also zwei Kinder und ein Enkelkind“, sagte ich. „Einen Sohn hier und die Tochter in Hamburg.“

„Ja, zwei… „, er stockte, „Nein! Drei Kinder! Ich habe auch eine Tochter, die hier wohnt.“

Aha! Drei Kinder also. Der Sohn heißt M. . Aber die Namen der Töchter waren noch nicht gefallen. Nun ja, für heute sollte das reichen. Aber ich werde ihn irgendwann noch mal danach fragen ;-).

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