Kölsches Mädche geht noch vor den tollen Tagen

Letzte Woche in der Nacht von Donnerstag auf Freitag starb meine Nachbarin vom Zimmer nebenan.

Sie liebte den Karneval, wie es sich für eine Kölnerin gehört. Für sie begannen die tollen Tage am 11.11. um 11:11 Uhr. So lud sie mich denn auch in ihr Zimmer ein um lautstarke Karnevalsmusik zu hören – im November! Damals war ich noch ganz neu im GTH und verstand das ganze noch nicht so wirklich.

Jetzt ist sie noch vor den großen Karnevalstagen letzte Woche im Krankenhaus gestorben. Heute wurde ihr Zimmer wieder neu bezogen. Aber wie Trude Herr es so schön besang: „Niemals geht man so ganz!“


Trude Herr Revue, Niemals geht man so ganz, Köln, Roncalliplatz, 1995

Ruhe sanft!

pixabay.com

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Vorlesen von Tom Sawyer

Vor ein paar Tagen begann ich mit dem Vorlesen des neuen Buches. Dieses Mal war es kein Herdmanns-Buch, sondern das gewünschte Buch von Mark Twain: ‚Tom Sawyer‘.

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Ich begann mit dem kurzen Vorwort. Dann gab es das erste Kapitel. Die Kapitel bei Tom Sawyer sind wesentlich umfangreicher, als bei den Herdmanns. Daher machte ich nach dem ersten Kapitel erst einmal Pause. Außerdem war bereits Zeit fürs Abendbrot.

So war’s – Große Karnevalsfeier im GTH 2017

Es war unheimlich voll (125 Anmeldungen!) und laut. Doch ich hatte vorgesorgt und Ohropax in die Ohren gestopft! 🤓 🤡 🤠

Es gab wieder mit Namensschildern zugewiesene Plätze. Frau Faust hatte gut überlegt, wer wo und mit wem sitzen sollte.

Bewohner und Angestellte waren prima kostümiert. Das ergab ein buntes, lebendiges Bild. Am Kopf des erweiterten Speisesaals hatte der Fünferrat Platz genommen (abgespeckter Elferrat). Er setzte sich zusammen aus Bewohnern und Personal des GTH.

Rolf Frangen vom Radio KuFa moderierte die Sitzung.

Es gab Büttenreden, Gesangsdarbietung, viel Musik zum Schunkeln, Mitsingen, Zuhören. Doch nun will ich endlich ein paar Bilder zeigen.

Die Bewohner des GTH bedanken sich bei allen Mitwirkenden für diese wunderbare Karnevalsfeier!

Große Karnevalsfeier im GTH 2017

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Wir Krefelder sind mitten im Karnevalsland. Daher wird hier auch groß gefeiert. Im Gerhard-Tersteegen-Haus findet die große Karnevalssitzung schon am Tag vor Altweiberfastnacht statt. So kommen wir den offiziellen Feiern nicht in die Quere.

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Immer wieder Sitzgymnastik

Ich stelle fest, dass die (meisten) Menschen einen Alltag mit einer gewissen Struktur brauchen. Ich gehöre definitiv dazu. Wenn nun das, was früher den Tag strukturiert hat, weg fällt, sei es, dass

das Arbeitsleben weg fällt (Rente, Krankheit, Arbeitslosigkeit oder andere Gründe)

man sich vom Lebenspartner getrennt hat (Scheidung, Tod, das Leben lässt einen andere Wege gehen)

die Familie sich ändert, weil die Kinder mittlerweile andere / eigene Wege gehen

Krankheit einen in vielerlei Hinsicht auf andere / neue Wege leitet

…..

Dann steht der Mensch vor völlig neuen Lebens -Tatsachen /-Wahrheiten. Das geht auch den Bewohnern im Heim so. Daher ist es gern gesehen, wenn im Heim verschiedene Aktivitäten angeboten werden.

Im Winter, wenn es nass und kalt ist, fallen immer wieder Angebote wegen Erkrankung der Mitarbeiter aus. Daher werden Angebote wie die Sitzgymnastik immer wieder gerne und gut wahrgenommen.

Ich habe ja immerhin meinen Computer und habe eigentlich mehr zu tun als dass ich Zeit und Kraft habe. Doch die Sitzgymnastik besuche ich auch gerne! Ich bin halt ein Mensch, der sich immer schon gerne bewegt hat.

Da immer wieder andere Angestellte die Gymnastik leiten, ist es auch abwechslungsreich.

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Sitzgymnastik für Senioren

Vorlesen von Kapitel 12 und 13

Jetzt habe ich tatsächlich die letzten beiden Kapitel von „Achtung die Herdmanns sind zurück“, den zweiten Band mit Geschichten rund um die Herdmann-Kinder, die schlimmsten Kinder aller Zeiten, vorgelesen. Es handelt davon, wie die Schule Halloween feiert.

Als ich das Buch nach den letzten Worten schloss, fragte ich meine Zuhörer, was sie denn als nächstes hören wollten. Mit großen Augen und in schüchternes Schweigen gehüllt, sagte keiner auch nur ein Wort.

Ich hatte das ja schon befürchtet. Daher hatte ich mir einige Gedanken gemacht. Ich schlug also den 100-jährigen vor. Frau Kp. kannte als einzige das Buch bereits. Sie schüttelte den Kopf: „Das hat mir damals überhaupt nicht gefallen!“, sagte sie. Ich solle doch bitte lieber etwas anderes vorlesen.

„Na gut“, sagte ich, „was ist denn mit ‚Tom Sawyer‘?“

„Au Ja! Das ist doch immer wieder nett!“, klang es aus mehreren Kehlen.

„Ja, das kann man gut noch einmal lesen“, meinte Frau Kp..

Damit war also das nächste Buch beschlossen.

Ich finde das auch gut, denn das Buch ist bereits auf meinem Kindle!