Update 2: Frau K.

Fast täglich schaue ich kurz bei Frau K. herein. Sie liegt nach wie vor im Bett. Sie sieht ganz arm, alt und eingefallen aus. Mittlerweile kann sie ihr Gebiss nicht mehr tragen, weil sie dann anfängt zu würgen. Daher sieht das Gesicht eingefallener und älter aus denn je.

pixabay.com

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Trotzdem hat sie ihren Sinn für Humor nicht verloren. Sie macht immer noch Späße und lacht, wenn ich ihr etwas lustiges erzähle.

Doch ich denke ihre Tochter, ihre Schwester, ihre Nichte und auch ich, wir müssen uns mit dem Gedanken vertraut machen, dass hier ein langes Leben (immerhin ist Frau K. schon 97 (!) ) über kurz oder lang sein Ende finden wird.

Aber Frau K. ist zäh und kämpferisch. Das wird kein leichter Abschied für sie.

Frau Tonaris Freitagsklingeln #40

Seit geraumer Zeit lädt Frau Tonari zum Freitagsklingeln ein.

Freitag nach eins

Ich lasse es mir nicht nehmen, jedes Mal mitzumachen. Es hat so etwas von Muschelsuche, wenn ich mit dem E-Rolli durch die Straßen von Krefelds Innenstadt streife, immer auf der Suche nach neuen Motiven.

Hier ist mein heutiges Exemplar:

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Frau Tonari

Brief ans Christkind

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Die Idee wurde am Dienstag in der Zeitungsrunde geboren. Dort gab es einen Artikel in der WZ

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Von Westdeutsche ZeitungEigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41183687

über „Post für das Christkind“.

Frau Kraus vom Sozialdienst, die die Veranstaltung leitete, entwarf das Plakat (siehe oben), welches sich an alle Bewohner des GTH richtet. Bis zum 15.10.2016 haben wir Zeit, uns einen Wunsch für uns alle zu überlegen, der hier im Gerhard-Tersteegen-Haus umgesetzt werden kann. Diesen Wunsch sollen wir auf ein Blatt Papier schreiben und an der Pforte abgeben.

Frau Kraus wird dann die Zettel auswerten und den Wunsch mit den meisten Stimmen nach Engelskirchen an das Christkind schicken. Bei Stimmengleichheit wird es ein Bewohnertreffen geben und es gibt eine erneute Abstimmung.

Dann bekommt das Christkind Post von uns!

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Ich werde weiter berichten!

Der Geburtstag war toll!

Tür zu meinem Zimmer im GTH

Tür zu meinem Zimmer im GTH

 

Kaffee-Tafel im Garten

Kaffee-Tafel im Garten

Gabentisch

Gabentisch

Mein Geburtstag am Dienstag war richtig schön! Es begann schon damit, dass, als ich unten zum Frühstück im Speisesaal erschien, der Einrichtungsleiter, Herr Blinzler, mir ein Geburtstagslied sang.

Herr Blinzler hat es sich zur täglichen Aufgabe gemacht die Bewohner morgens im Speisesaal zu begrüßen. Wenn er sein Auto in der Tiefgarage abgestellt hat, führt ihn sein erster Weg in den Speisesaal. Dort geht er von Tisch zu Tisch und begrüßt die Bewohner mit Handschlag und einem freundlichen Wort.

Am Dienstag war er schon am Ende seiner Runde als ich erschien. Als ich sagte: „Und? Bekomme ich ein Ständchen?“

„Warum?“, fragte er erstaunt.

„Weil ich heute Geburtstag habe!“, war meine herausfordernde Antwort.

„Sie? Haben Geburtstag?“, fragte er und fiel vor mir auf die Knie, breitete die Arme aus und fing gleich an zu singen. Ich war ganz gerührt. Damit hatte ich nicht gerechnet. Als er fertig war, umarmte er mich und wünschte mir alles Gute.

Als ich an meinem Tisch ankam wurde ich von meiner Tischfamilie begrüßt und man gratulierte mir.

„Singen werden wir dann wohl nicht“, meinte U., „das hat Herr Blinzler ja schon getan.“

Konnte ich da Erleichterung hören?😀

An meinen Platz hatte die Hauswirtschaft ein großes Windlicht mit elektronischer Kerze gestellt. Das Körnerbrötchen lag schon auf meinem Teller. Der Kaffee wurde frisch eingegossen und duftete verführerisch. Nach und nach kamen die Hauswirtschafterinnen und Bewohner zu mir und gratulierten. Das alles fühlte sich so gut an!

Nachmittags kamen meine Schwester und mein Schwager und holten mich ab. Wir fuhren zu meinen Eltern. Meine Mutter hatte feierlich gedeckt und köstlichen Kuchen gebacken. Ich wurde also auch von meiner Geburtsfamilie gefeiert. Es war klasse!

Ich bin so reich! So viele Leute zeigten mir ihre Zuneigung. Hach!!!

❤️❤️❤️

GPS-Sender für Demenzkranke

 Immer mehr Menschen werden immer älter. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an einer Demenz zu erkranken. Die häufigste und bekannteste Demenzerkrankung ist die Alzheimer-Krankheit. Die Familien der Erkrankten kommen oft an ihre Grenzen. Eine Unterbringung in einem Pflegeheim wie zum Beispiel dem Gerhard-Tersteegen-Haus wird oft notwendig. Hier muss das Heim gemeinsam mit den Angehörigen Wege finden, das Leben der Betroffenen lebenswert zu gestalten. Ein Seniorenheim in Lindau stattet seine Bewohner mit einem GPS-Sender aus und lässt sie so selbstbestimmt durch die Stadt laufen. Diese Alternative zu Sedierung oder anderen, Freiheits-beraubenden Maßnahmen hat sich ein Redakteur von ‚allgaeu.tv – Fernsehen fürs Allgäu‚ angeschaut.

GPS-Technik – Wiki

Geburtstag: Zum 4. Mal im GTH

Heute habe ich Geburtstag. Zum 4. Mal, seit ich im GTH wohne. Der letzte mit einer 4 vorne.😉 Daher werde ich heute nicht im Heim feiern, sondern im Elternhaus. Die große Feier im GTH hebe ich mir auf für nächstes Jahr!

seelenfarben.de - Christiana

seelenfarben.de – Foto: Christiana