Restauranttester Rach

Gestern hatte ich Besuch von einer Freundin. Da sie schon um 14.00 Uhr kam und das Wetter zwar eisig kalt aber ansonsten schön war, beschlossen wir ins Wiener Café zu gehen und uns dort Kaffee und Kuchen zu gönnen.

Schon von außen sahen wir, dass es ziemlich voll im Café war. S. ging vor, in das Café hinein, um zu sehen, was da los war und ob wir überhaupt ins Café kommen durften. Kurze Zeit später war sie zurück und sagte: „Komm ruhig mit rein. Ich habe noch einen freien Tisch für uns entdeckt.“ Also belegten wir ‚unseren‘ Tisch, bestellten Kaffee und köstlichen Apfelkuchen und schauten neugierig, was da los war.

Es war wohl ein Kamerateam vor Ort und der Café-Inhaber wurde interviewt und gefilmt. Wir waren Zeugen von Filmaufnahmen und Interviews, die Christian Rach machen ließ / machte. Er war auch persönlich da.

Rach, der Restauranttester

Zweite Etage im KWM (Kaiser Wilhelm Museum)

Zum Geburtstag hatte mir eine gute Freundin eine Jahreskarte zum Besuch der Krefelder Museen geschenkt. Gestern nutzte ich das schöne Wetter nachmittags und fuhr mit dem E-Rolli zum Museum. Ich wollte die zweite Etage des KWM besuchen. Das hatte ich bei meinem ersten Besuch nicht geschafft. Das war eine wirklich gute Idee! Schaut euch meine Fotos an. Dann versteht ihr!

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Cafeteria KWM (EG)

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Joseph Beuys

Kunstmuseen Krefeld

Sitzgymnastik wird gerne wahrgenommen

Ich habe schon öfter über die Sitzgymnastik gebloggt. Doch gestern habe ich das erste Mal die ganze Stunde durchgehalten!

Wir waren gestern Morgen eine richtig große Gruppe, 20 Bewohner|innen und 2 Damen des Sozialdienstes. Es wurde der gesamte Körper angesprochen: Füße, Unterschenkel, Oberschenkel, Nacken, Rücken, Schultergürtel, Arme.

Es gab Übungen ohne Trainingsgeräte.

Sitzgymnastik- Übungen für Arme und Hände

Sitzgymnastik- Übungen für Beine und Füße

Sitzgymnastik- Übungen für Rücken und Bauch

und solche mit Bällen oder Gewichten oder Klopfrollen.

Sitzgymnastik- Übungen mit Bällen

Sitzgymnastik- Übungen mit TüchernSitzgymnastik- Übungen mit Tüchern

Sitzgymnastik- Übungen mit Stangen und Stäben

Sitzgymnastik- Übungen mit Säckchen

(Die ganzen Links führen zur Seite mal-alt-werden.de)

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Alle Übungen wurden immer wieder unterbrochen, damit man den Bogen nicht überspannte. Dann plauderten unsere Kursleiter von ihrer eigenen Familie, ihren Kindern. Oder sie boten uns etwas zu trinken an. Dann ging es wieder weiter.

Ich war so KO nach der Gymnastik und dem Mittagessen, dass ich einen richtigen Mittagsschlaf machte. 🛌

Früher Fremdsprachensekretärin

Frau Li. wuchs als Einzelkind bei ihrer Mutter auf. Der Vater wurde in den Zweiten Weltkrieg eingezogen. Sie war ein heller Kopf, hätte gerne Abitur gemacht, wäre gerne Kinderärztin geworden. Sie hätte durchaus das Zeug dazu gehabt. Aber ihre Mutter wollte, dass die Tochter möglichst schnell einen Beruf erlernte, um Geld zu verdienen. Sie hatte Angst, dass sie selber früh sterben müsse. Dann sollte das Kind doch für sich sorgen können. Daher sollte sie nur die minimale Zeit in der Schule verbringen.

Schon früh fiel auf, dass Frau Li. sehr klug war. Daher schaffte sie es, ein Stipendium fürs Gymnasium zu bekommen. Welch Druck muss das für das Mädchen gewesen sein. Nur bei guten Leistungen in der Schule erhielt sie das Schulgeld in Form eines Stipendiums. Die Mutter hätte das Geld trotz eigener Berufstätigkeit nicht aufbringen können. Das Schulgeld für Gymnasien wurde zum Schuljahr 1958/59 in den meisten Bundesländern abgeschafft; zu diesem Zeitpunkt lag es bei 15 bis 20 DM pro Monat.

Also besuchte Frau Li. das Ricarda-Huch-Gymnasium in Krefeld. Ihr Klassenlehrer setzte bei der Mutter durch, dass Frau Li. zumindest die höhere Handelsschule besuchen durfte, wenn sie schon nicht das Abitur machen durfte. Sie verließ die höhere Handelsschule mit der Ausbildung als Fremdsprachensekretärin für Englisch und Französisch.

Danach verbrachte sie je ein Jahr als Aupair in London und in Paris. In Paris fühlte sie sich sehr wohl. Sie begann nach ihrer Aupair-Zeit als Fremdsprachensekretärin in einer Pariser Firma.

Wenn es nach ihr gegangen wäre, wäre sie in Paris geblieben. Aber eines Tages stand ihre Mutter bei ihr vor der Tür, um sie nach Krefeld zurückzuholen. Sie würde bald sterben und wolle daher ihre Tochter in ihrer Nähe haben.

Als folgsame Tochter fügte sich Frau Li. schweren Herzens.

Ihre Mutter erreichte das stolze Alter von 92 Jahren.

Schokobrunnen 2017

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Am Freitag gab es ein besonderes Bonbon für uns. Frau Domke vom Sozialdienst hatte Bananen, Äpfel, Birnen und Kiwis in bissgerechte Stücke geschnitten. Außerdem hatte sie Bitterschokolade geschmolzen. Zudem hatte sie Holzspieße besorgt und einen Schokobrunnen mitgebracht.

Zuerst sorgte sie dafür, dass die geschmolzene Schokolade im Brunnen gut über die dafür vorgesehene Transportschnecke lief.

Dann spießte sie Obst auf Spieße und ließ das Obst vom Brunnen mit Schokolade überziehen.

Dann hieß es genießen!

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Ich gönnte mir 2 Spieße. Dann war ich pappsatt! Es hat sehr lecker geschmeckt!

Schokoladenbrunnen – wiki

Zwillinge

Frau Ga. sagte sensationslüstern: „X.Y. ist gestorben.“

Ich: „Ja, habe ich gesehen. Ihre Tafel steht auf dem Sideboard.“

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Frau Ga. ließ nicht nach: „Ihre Schwester war ja auch hier im GTH.“

Ich: „Richtig. Das ist aber schon ein paar Jahre her.“

Frau Ga. stimmte mir zu, um dann mit dem Knaller aufzuwarten: „Genau!… Die 2 waren ja Zwillinge!“

Ich: „Nein. Die Schwester war ja schon 90, als sie starb.“

Frau Ga.: „Eben! X. ist 88 Jahre alt geworden!“, triumphierend blickte sie mich an. Dann verschwand der Triumph aus ihrem Gesicht. „Wie alt war die Schwester?“, fragte sie zaghaft.

„90… und das ist schon ein paar Jahre her“, es tat mir fast Leid, ihr das Hochgefühl zu zerstören.

Ganz kleinlaut fragte Frau Ga.: „Und sie war wirklich schon 90?“

„Das war sie“, meinte ich.

Aber Frau Ga. wäre nicht Frau Ga. gewesen, wenn sie nicht das letzte Wort gehabt hätte: „Hmpf… auf jeden Fall ist die X. jetzt auch gestorben!“

Kapitel 7 fertig vorgelesen

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Jetzt haben wir es endlich geschafft! Gestern Nachmittag konnte ich Frau M. und Frau Kp. das letzte Kapitel, Kapitel 7, von den Herdmanns vorlesen!

Die beiden Damen waren ganz Ohr, als ich vorlas, wie die Herdmanns das Krippenspiel aufführten. Unvoreingenommen und mit den Augen der sich durchs Leben boxenden Kinder gesehen. Realistisch und in ihr eigenes Leben übertragen. So weckten die Herdmanns bei den Zuschauern ein ganz neues Verständnis für die Weihnachtsbotschaft.

Eugenia, die Mutter des Christkindes, schulterte Jesus und klopfte ihm auf den Rücken, damit er ein Bäuerchen machen konnte.

Hedwig, die Jüngste, die den Verkündigungsengel spielte, kam herein gesprungen und schrie: He! Euch ist ein Kind geboren!!! „

Leopold, der einen der 3 Könige spielte und eigentlich Weihrauch hätte mitbringen sollen, schleppte den schweren Schinken aus dem Weihnachtspaket der Herdmanns mit und ließ ihn vor der Krippe fallen. Die beiden Brüder, die die Könige spielten, die Gold und Weihrauch mitbringen sollten, hatten nichts dabei. Sie setzten sich einfach auf die letzten freien Plätze im Publikum und blieben dort still (!) sitzen.

Alles in allem war es ein denkwürdiges Krippenspiel und die Zuschauer verstanden endlich worum es bei der Weihnachtsgeschichte geht.

Auch meine beiden Zuhörerinnen lauschten gebannt der Geschichte und mussten immer wieder kichern. Das Buch ist einfach einsame Spitze!!!