Pflegeheim ist kein Krankenhaus

Schon früh machte ich diese Feststellung. Anfangs störte mich das sehr. Doch das Pflegeheim ist das Zuhause, in dem den Bewohnern Hilfe bei der alltäglichen Versorgung gegeben wird.

Wenn ein Bewohner etwas an frei verkäuflichen Arzneimitteln benötigt, zum Beispiel Heparinsalbe bei blauen Flecken durch Sturz oder wegen einer wüsten Blutentnahme, dann muss er sich das selber kaufen. Es kann bei der Apotheke bestellt werden und wird einem dann geliefert. Aber man muss darauf warten.

Oder der Bewohner hat einen grippalen Infekt. Dann werden Nasenspray und Schleimlöser bei der Apotheke bestellt. Die liefert dann aber man muss darauf warten.

Im Krankenhaus gab es immer alle Medikamente sofort und man musste auch frei verkäufliche Medikamente nicht selbst bezahlen. Das war in der Krankenhausabrechnung mit drin.

Der monatliche Beitrag, den ich im Pflegeheim zahle, enthält das nicht. Da zahle ich für:

  • Vollstationär Pflege je nach Pflegegrad
  • Ausbildungsumlage gem. AltPflAusglVO
  • Vollstationär Unterkunft/Verpflegung
  • Dauerpflege Invest EBZ-Monat (keine Ahnung, was das ist???)

Die Pflegekasse zahlt einen gewissen Beitrag, der vom Pflegegrad des Bewohners abhängt.

Auf jeden Fall ist der Betrag, den ich monatlich an das Heim zahlen muss höher als meine Einnahmen durch die Rente. *seufz*

Gruppe für Jüngere bastelt Osterhasen 2019

Beim Treffen der Gruppe für Jüngere wurden Osterhasen gebastelt. Unsere Künstlerin Ewa Sobocik vom Sozialen Dienst hatte alles vorbereitet.

Es gab Osterhasen aus Holz, Klebstoff zum Auftragen auf die Hasen mit Pinseln, Watte um sie als Fell auf die Hasenformen zu kleben, Scheren um das Watte-Fell zurecht zu stutzen, Farben und Pinsel fürs Aufmalen der Gesichter auf die Hasen und diverse Kleinteile wie Wackelaugen, Spitze, buntes Geschenkband und vieles mehr.

Eifrig machte sich jeder von uns ans Werk.

Eine Dame der Gruppe war krank und fehlte daher. Da ich zeitig fertig wurde, nahm ich 2 Hasen in Angriff und konnte dann der kranken „ihren“ Hasen aufs Zimmer bringen. Sie hat sich sehr gefreut (und ich mich auch)!

Kaffeerunde wird immer größer

Meine Kaffeerunde nach dem Mittagessen erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Der harte Kern besteht aus Herrn H. und mir, meistens auch Frau V.. Doch mittlerweile zählt auch Frau M. oft dazu.

Da wir alle gehbehindert sind und Rollator oder Rolli haben, ist das Zimmer irgendwann wegen Überfüllung geschlossen.

Letztens habe ich tatsächlich Kaffee für 6!!! Leute gemacht. Das ging aber nur, weil ein gesunder dabei war und Frau G. im Nachbarzimmer im Bett lag. Sie war krank. Daher habe ich ihr den Kaffee frei Haus geliefert.

Hier ein Bild vom harten Kern:

 

Barbaras Freitags-Füller # 515

# 515

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15. März 2019

Freitagsfüller

1. Geh doch nach Hause und schlafe dich erst mal aus.

2. Ein gutes Frühstück ist die beste Art, den Tag zu beginnen.

3. Wir haben in Deutschland das Glück, dass das für die meisten zu schaffen ist.

4. Aber bei manchen Zimmern muss ich mir die Nase zuhalten, wenn ich auf dem Flur an ihnen vorüber rolle.

5. Ich wünschte, ich könnte das Riechen dann abstellen .

6. Denn ich bin eigentlich auf dem Weg zum Essen im Speisesaal, aber es schmeckt auch so lecker! Denn sie kochen echt lecker hier.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Ruhe und Erholung , morgen, was schon heute ist, nämlich Samstag habe ich geplant, mit den Eltern Kaffee trinken zu gehen und Sonntag möchte ich einen schönen Film sehen !

Nach langer Zeit mal wieder im TV

Am vergangenen Dienstag hatte ich Besuch von einem Fernsehteam des WDR. Der Journalist macht die Beiträge der Reihe „Lebenslinien“ für die „Lokalzeit am Samstag“.

Er ist durch meinen Blog auf mich aufmerksam geworden. Er möchte einen Beitrag in der Reihe „Lebenslinien“ mit mir machen. Das werden dann 5 Minuten! Ich steigere mich also mit der Länge des Beitrags. 😉

Nachdem wir lange immer wieder in großen Abständen miteinander telefoniert hatten, konnte ich Dienstag der Stimme endlich ein Gesicht zuordnen. Ich erlebte keine Enttäuschung. Stimme und Mensch sind gleichermaßen sympathisch. 😉

Damit begann um 9:00 Uhr ein sehr langer Tag für mich. Ich bekam zwar eine Stunde Mittagspause (in der ich auch prompt einschlief). Doch es wurde fast 19:00 Uhr, bis wir das Tagwerk beendeten. Aber ich wollte unbedingt, dass wir das einmal angefangene Interview fertig machten. Denn wer weiß, wie es mir eine Woche später gehen wird. Und am vergangenen Dienstag ging es mir echt gut!

So haben wir Dienstag wirklich viel geschafft. Allerdings hat mich das ganze sehr angestrengt. Ich brauchte 2 Tage, bis ich mich davon erholt hatte!

Jetzt fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten. Doch das soll nicht mehr so anstrengend werden, wurde mir gesagt. Dazu brauchen sie am nächsten Dienstagnachmittag nur noch ca. 2 Stunden.

Wenn ich weiß, wann das ganze im TV erscheint, sage ich Bescheid!

Reality-Show live

Ursprünglich veröffentlicht Mai 26, 2014

Es passiert eine Menge hier im Haus. Doch die zwischenmenschlichen Begegnungen machen das Ganze interessant. So geschieht es, dass sich Menschen zusammenfinden und Freundschaften knüpfen, verfeinden, verlieben, miteinander lachen und weinen, Geschichten austauschen. Wir haben hier so zu sagen die Reality-Show live, im Speisesaal, im Garten, bei den einzelnen Veranstaltungen. Hier ist immer etwas los!

Auch die Polizei ist ab und zu mal im Haus. Wie zum Beispiel letztens, als eine demente Bewohnerin aus dem Haus weglief und die Nachtschwester die Polizei rufen musste, um sie zu suchen und wieder nach Hause zu bringen. Denn das Weglaufen demenzbetroffener  Menschen kann katastrophale Folgen haben.

Zuerst musste die Polizei das ganze Heim durchsuchen. Dazu musste sie in alle Zimmer, mitten in der Nacht. Als sie dort nicht fündig wurde, setzten die Beamten die Suche draußen fort. Es dauerte eine ganze Zeit lang, bis sie die Dame fanden und sie zurückbringen konnten. Sie war schon recht weit gekommen! Gott sei Dank war sie wohlauf und es war ihr nichts passiert.

Wegweiser Demenz