Lagerkoller

Nicht nur mich, auch andere Bewohner hat der Lagerkoller erwischt!

Das Gefühl, in den eigenen Räumen eingesperrt zu sein, ließ sich durch den Garten, den wir betreten durften halbwegs ertragen. Der Garten ist recht weitläufig, weil der Garten vom Seiden Carré und der des Gerhard Tersteegen Hauses aneinanderhängen. Beide durften von Bewohnern beider Häuser genutzt werden.

Einige Bewohner|innen des GTH wollen gerne die Morgensonne genießen. Die Sonne beginnt im Garten des Seiden Carrés ihre Runden. Daher waren viele Bewohner des Heims dort zu finden. Bewohner des Betreuten Wohnens (des Seiden Carrés) trifft man morgens selten dort.

Als ich heute raus in den Garten fahren wollte, wie immer bei solch schönen Wetters, traf mich der Schlag, als ich in den Garten des Seiden Carrés fahren wollte. Denn dort war ein Tisch als Barriere quer über den Weg gelegt. Auf ihm klebte ein Schild:

 

 

Sofort bekam ich Beklemmungen. Ich fühlte mich noch schlimmer eingesperrt. Ich hätte schreien, toben, wüten mögen. Ich fühlte mich so hilflos, machtlos.

Später fuhr ich zu Frau Faust vom Sozialen Dienst. Ich wollte fragen, warum sie die Barriere dort aufgebaut habe. Wegen mir? 🤯 Ich solle mich beruhigen. Sie habe die Barriere nicht aufgebaut. Ich sei auch nicht der Auslöser dafür gewesen. Außerdem sei ich nicht die erste, die sich darüber beschwert habe. Aha!?!

Welch arrogantes Menschlein bin ich, dass ich mich für so wichtig halte. *kopfschüttel* 😣

Andacht mit Pfarrer Hans-Wilhelm Fricke-Hein

 

Heute am Sonntag habe ich eine Andacht mit Pfarrer Hans-Wilhelm Fricke-Hein vom Neukirchener Erziehungsverein (NEV) gefunden, die er am 03.04.2020 gehalten hat.

In Zeiten geschlossener Kirchen wegen der Corona-Krise passt das sehr gut. Er ist uns im Gerhard Tersteegen Haus gut bekannt, gehört er doch zum Vorstand des NEV, der Träger des GTH ist. Normalerweise hält er bei uns ein Mal im Monat Gottesdienst.

Nun also heute eine kurze Andacht.

Pfarrerin und Kirchenmusikerin musizieren vor dem Heim

Wegen Corona gibt es zur Zeit keine normalen Gottesdienste in den Kirchen.

Klick

Deshalb hat sich unsere Pfarrerin etwas ungewöhnliches einfallen lassen. Nach dem Motto: „Dürfen Sie nicht in die Kirche zum Gottesdienst kommen, komme ich halt zu Ihnen.“

So geschah es, dass die Pfarrerin mit Mikrofon zusammen mit der Kirchenmusikerin mit Gitarre zum Gerhard Tersteegen Haus kam. Auf der Straße ging sie rund ums Heim und gab uns einige Gedanken aus ihrer Predigt. Dann sang sie 2 uns gut bekannte Lieder mit uns.

„Straßenmusik… hätte nie gedacht, dass ich das mal machen würde!“, sinnierte die Pfarrerin.

Pfr. Grünhoff begann mit ein paar Worten aus ihrer Predigt und stimmte dann das erste Lied an begleitet vom Gitarrenspiel.

„Danke für diesen guten Morgen“ 🎼🎵 🎶

Die Bewohner hatten ihre Fenster weit geöffnet und sangen zaghaft mit. Doch mit der Zeit wurden sie immer mutiger. Das 3. Lied konnten die Bewohner selbst aussuchen.

„Großer Gott wir loben dich“  🎼🎵 🎶

Dieses Lied singen wir zum Schluss fast jeden Gottesdienstes hier im GTH. So konnten fast alle Bewohner auswendig mitsingen.

Reblog – Mit Kunst Betreuung gestalten

Original: Altenpflege-online

Kreative Frühlingscollagen

30.03.2020

Kunst bereichert den Alltag und kann uns aufrichten, Kraft spenden, Freude schenken und vor allem auch eine Brücke zwischen Menschen mit Demenz und ihrem Gegenüber sein. <paragraph align="right">Foto: Werner Krüper</paragraph>

Kunst bereichert den Alltag und kann uns aufrichten, Kraft spenden, Freude schenken und vor allem auch eine Brücke zwischen Menschen mit Demenz und ihrem Gegenüber sein.

Foto: Werner Krüper

Kunst in der Sozialen Betreuung einzusetzen, ist für viele Betreuungsassistenten neu und nicht selten vorurteilsbelastet. Die Bremer Künstlerin Sonja Bartscherer zeigt auf, wie dieser Ansatz den Betreuungsalltag von Menschen mit und ohne Demenz bereichert.

Zukünftig wird es auch Generationen von älteren Menschen mit Demenz geben, die einen anderen, offeneren Zugang oder Umgang mit künstlerischen Themen sowie kreative Herangehensweisen fordern und benötigen, da sich die Bedarfe und die gesellschaftliche Struktur Älterer eklatant ändern werden. Davon ist Sonja Bartscherer, Bildende Künstlerin aus Bremen, überzeugt. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren schreibt sie: „Die klassischen Sing-, Bastel- und Bewegungsangebote werden möglicherweise keine größeren Anreize mehr bieten können. Diese Entwicklung wird zunehmend die Kreativität derjenigen fordern, die Pflege- oder Betreuungstätigkeiten ausüben. Kreatives Denken und Handeln wird somit einen großen Stellenwert bei den jeweiligen Professionen einnehmen.“

Wie sich künstlerische Angebote konkret und niedrigschwellig umsetzen lassen, beschreibt sie am Beispiel einer Frühlingscollage zum Gedicht von Eduard Mörike „Das Blaue Band„. Wie Betreuende dabe vorgehen können, steht in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren. Sie kennen die Zeitschrift noch nicht? Dann sichern Sie sich Ihr kostenloses Probeexemplar.

Mehr Ideen für kreative und frühlingshafte Angebote finden Sie in der Ideendatenbank AktivierenPlus – für Abonnenten der Printausgabe inklusive!

Tag 17 des Corona-Shutdown – Aufmunterung aus der Ferne

Heute, an Tag 17 des Coronashutdown erhielt ich gleich 2 Päckchen, beide ohne Absender. Sie halfen mir sehr an diesem sonnigen 17. Tag des Eingesperrtseins die Laune zu verbessern. Beide trafen meinen Geschmack! Kaffee und Erdbeer-Sahne-Trüffel von Lindt…hmmmmm 😋 .

Ich sage: „Vielen, vielen Dank!!. Ihr habt mir wirklich meinen Tag versüßt!“

#WirBleibenZuhause

Was erst seit 2 Wochen offiziell gilt hat das Leitungsteam des Gerhard Tersteegen Hauses schon vor 3 Wochen für unser Heim festgelegt. Seit 3 Wochen gilt bei uns Ausgangssperre und auch Besuchsverbot.

In dieser schweren Zeit wird weltweit mit den Symbolen Herz → Güte und Liebe und Regenbogen → Frieden und Verbundenheit ausgedrückt. Dazu haben die Bewohner des GTH Herzen und Regenbögen gemalt oder gebastelt und weithin sichtbar in die Fenster des Heims geklebt.

Tag 15 des Corona-Shutdown – 3. Woche beginnt

Für uns im Gerhard Tersteegen Haus beginnt schon die dritte Woche Ausgangssperre.

Die Zeit wird lang. *seufz* Gestern war das Wetter nass. Daher war ich nur sehr kurz draußen. Der übliche Vormittag im Garten in der Sonne fiel aus. Gestern Abend merkte ich, dass mir das sehr fehlte.

Also war ich heute sehr früh schon im Garten. 9:00 Uhr neue also Sommerzeit drehte ich meine ersten Runden. Nach alter also Winterzeit wäre es da eigentlich erst 8:00 Uhr gewesen. So lag der Sonnenplatz letzter Woche also noch absolut im Schatten. … hm… Nun, dann drehte ich eben noch eine weitere Runde.

Dann entdeckte ich an einer anderen Stelle einen kleinen Sonnenfleck. Dort rollte ich hin. Richtig vermutet wanderte die Sonne schnell und vergrößerte den sonnigen Bereich. Bald saß ich komplett in der wärmenden Sonne. Die Sonne hat schon viel Kraft. Die Mütze brauchte ich nun nicht mehr. Schnell wurde es richtig warm. Nach einer Stunde musste ich wieder ins Haus flüchten. Mein dunkelhaariger Kopf wurde zu warm. Aber die Stunde an der frischen Luft hatte sehr gut getan.