Eiskaffee

Irgendwann hatte ich letztens zu einer Bekannten gesagt: „Ach, ich habe so Lust auf Eiskaffee! Seit es die beiden Eisdielen in unmittelbarer Nähe des Gerhard-Tersteegen-Haus es nicht mehr gibt, muss ich weit fahren. Das tue ich aber bei dem heißen Wetter nicht. Das bekommt mir nicht. Leider.:-/

Ihre Antwort war: „Dann muss der Eiskaffee halt zu dir kommen!“

Sie zückte ihren Kalender, überlegte und wir machten einen Termin aus – Mittwoch, 16.00 Uhr.

Jetzt kam sie vorgestern also mit Kaffee (super-leckerem!), Tassen, Eis, Besteck zu mir und deckte bei mir den Tisch. Es gab Eiskaffee!

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Solche Freunde braucht man!

Danke!

❤❤❤

Frau Tonaris Freitagsklingeln #31

“Freitag nach eins, macht jeder seins.” sagt Frau Tonari und läutet freitags um 13 Uhr das Wochenende ein. Sie zeigt alles, was klingeln kann. „Es darf natürlich mitgemacht werden. Mit allem, was bimmeln, läuten, gongen oder ‚glocken‘ kann“, sagt sie.

So fühle ich mich seit einiger Zeit aufgefordert mitzumachen.

Wieder habe ich eine schöne Fahrradklingel. Sie ist am Fahrrad einer Therapeutin des Interdisziplinäres Therapiezentrum Krefeld hier im Haus.

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So war’s – Eröffnung der Blumengalerie

Die Eröffnung der Ausstellung ‚Blumengalerie‘ war gestern ein großer Erfolg. Die großformatigen Fotos von Christoph Bünten wirken einfach wunderbar an den Wänden des Wohnbereich 4. Sie gefielen Bewohnern, Personal und Gästen von außerhalb sehr!

Christoph Bünten und Andreas Blinzler auf der Dachterrasse von WB4

Christoph Bünten und Andreas Blinzler auf der Dachterrasse von WB4

Um 12.00 Uhr war es so weit. Die Ausstellung wurde eröffnet. Schon vorher kümmerten sich Frau Baumann, Wohnbereichsleiterin des WB4 und Herr Drehmann, Ehrenamtlicher um das Einheizen des Grills.

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Die Hauswirtschaft hatte Salate, Kräuterbutter, Baguette-Brot, Eis und Getränke zubereitet und sowohl unten den Speisesaal als auch oben den WB4 eingedeckt. Dann gingen sie mit Servierwagen herum und bedienten die Bewohner.

unten im Speisesaal

 

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im kleinen Speisesaal des WB4

 

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Blick vom kleinen Speisesaal WB4 hinaus auf die Dachterrasse

Blumengalerie

Heute wird auf Wohnbereich 4 eine Ausstellung eröffnet.
Die Blumengalerie mit Fotos von Christoph Bünten.

Ich habe gestern schon einmal ein paar Fotos gemacht:

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Christoph Bünten hat bereits mehrfach im Gerhard Tersteegen Haus fotografiert und ausgestellt.

Fotoausstellung „Würde im Alter – AUGENBLICK“

Fotoausstellung „Wach.Koma“

Ein Krönchen für U.

U. und ich haben beide einen E-Rolli. Beide von der selben Firma. Ich habe meinen seit Ende Dezember 2013. U. hat ihren seit Anfang Januar 2016. Ich habe also schon 2 Jahre länger damit Erfahrungen sammeln können. Trotzdem passieren mir immer wieder einmal Missgeschicke, vor allem wenn ich sehr erregt bin.

Letztens kam U. unten in den Speisesaal und eckte überall an. Je mehr Tische und Stühle sie mit riss, desto nervöser wurde sie.

„Man! Nun passen Sie doch auf!“, wetterte eine Bewohnerin.

„Das tue ich doch! Ich mache das doch nicht mit Absicht!“, wehrte sich U. und nahm direkt den nächsten Tisch mit.

SCHEPPER, KNIRSCH, RUMPEL!!!

„Das gibt es doch wohl nicht!!!“, schimpfte die Bewohnerin. Damit machte sie U. aber nur noch nervöser. Der Bewohnerin zum Schutz sei vermerkt, dass sie sich wohl derbe erschreckt hatte.

Ich bekam das Ganze aus einer sicheren Beobachter-Position mit und musste grinsen. So war es mir anfangs auch ergangen. Diejenigen, die schimpfen und wettern, sind immer Fußgänger. Sie haben keine Ahnung, wie schwer es ist, so einen E-Rolli zu manövrieren.

Als U. dann endlich an unserem Tisch ‚eingeparkt‘ hatte, sagte ich lachend zu ihr: „Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie froh ich bin, dass es dir genau so ergeht wie mir am Anfang! Danke, danke, danke!“

U. sah mich ein wenig schief an. Sie wusste nicht, wie sie das verstehen sollte.

„Ich finde du hast eine Krone verdient!“, sagte ich.

„Ach, ich weiß nicht…“, antwortete U..

„Wieso? Das birgt doch immer noch die Chance, dass dich nicht jeder küsst, in der Hoffnung, du würdest dann eine Prinzessin! Oder sollen wir dich lieber in ein Frosch-Kostüm stecken?“

„Au ja!!!“, jubelte Frau Ga.. Sie liebt Märchen. Wenn im Fernsehen welche gesendet werden, schaut sie die immer an! (U. übrigens auch!) Und da muss erst einmal der Frosch geküsst werden, bevor er sich in einen Prinzen verwandelt.

„Nein“, meinte ich, „das wollen wir U. nicht zumuten!“

Frau Ga. streckte mir die Zunge raus. Ich streckte ihr meine raus. Dann lachten wir beide!😀

Der Froschkönig

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By Marion Halft (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) ] , via Wikimedia Commons

Ladestation

Ich bin momentan nicht nur die einzige Bewohnerin mit einem WLAN-Anschluss, sondern ich habe auch eine ganze Menge an technischem Gerät und Kabeln. Damit bin ich zu einer begehrten Ladestation für Handys von Pflegepersonal und einigen Bewohnern geworden.

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Zuletzt erstand ich sogar noch ein zusätzliches für ein älteres Samsung-Handy. Das ist der zweite Stecker im Bild markiert mit dem blauen Pfeil.

Vater UNSER.

Ich habe dieses Gedicht über einen Reblog der Freiedenkerin https://freidenkerin.com/ gefunden. Mir als Christin (Betonung auf dem ersten i) ist das ‚Vater unser‘ von Ewald Eden sehr passend in unserer momentan sehr turbulentenZeit erschienen. Ein tolles Gedicht, das zum Nachdenken anregt.

mein WORThaus

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Vater unser,
der Du bist im Himmel
so trauen sie sich zu sagen
die Mächtigen hier unten im Erdengewimmel
die Mächtigen, die um seine Meinung nicht fragen
wenn sie vernichten und wenn sie töten
wenn sie ihr schreckliches Werk verrichten
ohne dabei vor Scham zu erröten

Geheiligt werde Dein Name
erklingt es aus ihren schartigen Kehlen
wird reklamiert wie Seifenreklame
wenn sie lächelnd den Mord an Völkern befehlen

Dein Reich komme
klingt es wie Stöße aus Himmelstrompeten
wenn sie wie scheinbar ergebene Fromme
das Recht auf Leben mit Füßen getreten

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden
hört man sie lauthals verkünden
nie hört man die Frage
was soll aus all den Opfern denn werden
den Opfern der menschlichen Sünden

Unser täglich’ Brot gib uns heute
bitten sie fordernd mit randvollem Munde
mit Händen die triefen von blutiger Beute
die sie geschlagen in weltweiter Runde

Und…

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