Teil 2 von – Nikolaus 2018 im Gerhard Tersteegen Haus

Es gab ja noch einen zweiten Teil des Tages mit dem Nikolaus im GTH. Das war die Große Nikolaus-Feier.

 

 

An beiden Veranstaltungen Teil zu nehmen war mir zu viel. Daher hatte ich mich für die Kindergarten-Kinder am Vormittag entschieden.

Die große Nikolaus-Feier war sehr gut besucht. Die Anwesenden Bewohner waren begeistert von Programm und Musik. Es wurden Weckmänner verteilt (ich bekam oben auch einen!). Später gab es auch Glühwein oder Punsch ohne Alkohol.

Dann kam der Nikolaus auch zu den Erwachsenen. Jeder Bewohner bekam von ihm eine Tüte mit Plätzchen und einem Geschenk. Ich dachte ja schon, schade, dass ich nicht dabei war.

 

Doch dann klopfte es plötzlich laut an meine Tür!

„Tok-tok-tok…“

Es war tatsächlich der Nikolaus! Er überreichte auch mir eine Tüte. Drin waren Plätzchen und ein Stofftier… ein Einhorn!

 

Weihnachtliches Akkordeonkonzert 2018

Am Samstagnachmittag fand das bei uns Bewohnern sehr beliebte Weihnachtskonzert des Akkordeonorchester 1957 St. Tönis e.V. statt. Die Konzerte dieses Orchesters sind immer ein ganz besonderer Genuss. Sie kommen zwei Mal im Jahr zu uns, im Frühjahr und zur Adventszeit.

Sie präsentierten ein buntes Programm aus bekannten Liedern zum Mitsingen und Stücken zum Zuhören und Genießen. Dieses Mal spielten sie auch einige berühmte Musical-Stücke.

Bewohner, Begleiter und Personal ließen sich von der Musik verzaubern. Man hörte zu, schunkelte. Einige ließen sich sogar zu einem Tänzchen verführen. Es war ein wunderschönes Konzert und wir genossen es sehr!



Post aus der Weihnachtsbäckerei

Heute bekam ich Post aus Hartmut Falks Weihnachtsbäckerei! Das Päckchen war relativ klein aber ziemlich schwer. Eine auffallende, rote Banderole warnte: 🍷Vorsicht Glas!☂️ Ich suchte nach dem Absender… Aaaahhh … Hartmut Falks Weihnachtsbäckerei! Das versprach Genuss!

Hartmut Falk vom falkkochblog: Kochen & Backen mit Liebe & Leidenschaft hatte mir schon einmal einige Stücke von seinem wunderbaren Schokoladenkuchen geschickt.

(c) Katrin – musikhai

Jetzt war das Päckchen voll mit köstlichem „Früchte-Lebkuchen, im Glas gebacken“. Insgesamt 12 kleine Weckgläser! Daher also das Gewicht und der Aufkleber „Vorsicht Glas!“.

(c) Katrin – musikhai

Das musste ich gleich zum Kaffee probieren. Was soll ich sagen… super lecker!!! Vielen lieben Dank, Hartmut!

Menschliche Wärme und Zuneigung

Nicht nur in diesen Adventstagen dürstet es den Menschen nach Wärme und Zuneigung. Geben wir es ruhig zu! Wir brauchen das! Manche mehr, manche weniger. Es sei denn man gehört zu den ca. 10% der Deutschen, die unter Gefühls-kälte / -blindheit leiden. 10% ist zwar relativ viel. Doch dem stehen 90% mit emotionaler Intelligenz gegenüber.

Lebt der Mensch in einem Pflegeheim, ist er dort in den meisten Fällen nicht freiwillig gelandet. Umso mehr sehnt er sich nach menschlicher Wärme.

Mein Erlebnis vor ein paar Tagen machte dies sehr deutlich.

Ich fuhr runter in den Speisesaal zum Frühstück. Ich war endlich mal wieder relativ früh dort. Daher war meine Kaffeefee (mit 4 E!) auch noch unten. Als ich kam, stand sie auf und goss mir Kaffee ein. Ich bedankte mich. Dann folgte unser Ritual: ich schaltete den Motor des E-Rolli aus und die Kaffeefee umarmte mich. Ich spürte ihre warme, zarte Gesichtshaut an meinem Gesicht.

„Einmal Nase anlegen! So viel Zeit muss sein!“, sagte sie.

Ich spürte ihre Nase, erst links dann rechts. Ich nahm einen Hauch ihres Parfüms wahr. Angenehm!

Als wir uns wieder aus der Umarmung lösten, fiel mein Blick auf den Nachbartisch. Vier Augenpaare sahen fast eifersüchtig zu uns herüber.

Ganz spontan rollte ich an den Nachbartisch und umarmte Frau L. … dann Frau S. … zuletzt Frau M., die anwesenden Damen am Tisch der Kaffeefee. Ich schaute in strahlende Gesichter!

„Ach. Und ich bekomme keine Umarmung… ?!“, die Enttäuschung war fühlbar.

Ich drehte mich um und rollte dann zu Frau V., die ganz allein an ihrem Tisch saß.

„Aber natürlich bekommen sie auch eine wenn sie das möchten!“, meinte ich.

„Aber ja doch!“, sagte Frau V..

Umarmung

Glückseligkeit

So einfach geht das!

 

So war’s – Nikolaus 2018 im Gerhard Tersteegen Haus

Es gab zwei große Veranstaltungen am Nikolaustag im Gerhard Tersteegen Haus. Ich nahm an der am Vormittag teil:

Die Kinder der Kita Arche Noah hatten einen langen Fußweg hinter sich, gut ein Kilometer, bis sie bei uns im Gerhard Tersteegen Haus ankamen. Es waren auch noch sehr kleine Kinder mit dabei, die von ihren Erzieherinnen getragen wurden.

Damit sie sich erst einmal etwas ausruhen konnten, sollten sie sich einmal alle hinsetzen. Dann erzählte eine der Erzieherinnen die Geschichte von Nikolaus, dem Bischof von Myra. Dazu hatte sie „ein Kamishibai, ein Bühnenmodell aus Holz für das angeleitete gesellige Erzählen, in dem eine kindorientierte Geschichte in szenischer Abfolge von Bildern präsentiert wird.“ Quelle: wiki

Als nächstes sangen die Kinder den Bewohnern zwei Nikolauslieder vor.


Dann erschien tatsächlich der Nikolaus!

Die Kleinen wurden ganz ruhig. Ehrfürchtig starrten sie den heiligen Besucher an.

Dann betrat der Nikolaus den Speisesaal und setzte sich zu den Kindern. Er setzte einen dicken Sack ab. Der war voll mit Socken von den Kindern. Einzeln wurden die Kinder aufgerufen. Sie erhielten ihren Socken zurück, jetzt prall gefüllt. Dazu gab es vom GTH einen Schokonikolaus.

Ganz zum Schluss trat eine der Erzieherinnen ans Mikro und sagte, ihre Kollegen und die Kinder wollten sich beim GTH bedanken. Sie wären immer sehr gerne zu uns gekommen. Sie danken für die freundliche Aufnahme, für die Beköstigung und die vielen kleinen Geschenke. Als Zeichen ihres Danks überreichte sie eine wunderschöne Weihnachtskarte im XXXL-Format, wo alle mit Finger- und Handabdruck unterschrieben hatten.