Frau Tonaris Freitagsklingeln #35

Seit geraumer Zeit lädt Frau Tonari zum Freitagsklingeln ein.

Freitag nach eins

Seit dem 3. Freitagsklingeln Mitte Januar 2016 mache ich fast jeden Freitag mit.

Auch diese Woche habe ich wieder eine schöne Fahrradklingel bei meinen Streifzügen durch die Krefelder Innenstadt entdeckt:

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Es handelt sich hier wohl um eine Point Glocke Ding Dong aus Stahl. Die gibt es in verschiedenen Farben.

Frau Tonari

Hitze

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Die momentane Hitze wird allgemein im Gerhard-Tersteegen-Haus nicht sonderlich gut vertragen.:-/ Es ist wie immer in Deutschland: die Schwankungen von zu nassem Sommer mit Temperaturen von gerade mal 12 – 15 °C sind einer abartigen Hitze gewichen mit 22 – 36 °C. Wir haben nun also locker 20 °C mehr als noch vor einer Woche.

Das vertragen nicht nur die Bewohner nicht gut. Auch viele Angestellte sind krank. Dazu kommt noch der Urlaub vieler. Das hat zur Folge, dass die ohnehin knapp bemessene Personaldecke dünn ausfällt. Diejenigen die dann noch da sind, müssen unmenschlich viel leisten. Und das bei den niedrigen Löhnen in der Pflegebranche.

Also nutze ich den Blog mal, um mich bei den fleißigen Angestellten und den ganzen Praktikanten zu bedanken!

Bilderquelle: pixabay.com

Trailer-Besprechung für ‚Lott ens schwaade‘

Montag hatte ich Besuch von Jörg Enger von der Internet-Talkshow ‚Lott ens schwaade‘ (bei Facebook) und ‚Lott ens schwaade‘ (eigene Homepage) und einem Fotografen. ‚Lott ens schwaade‘ ist krieewelsch für ‚Lass mal reden‘. Dort bin ich im Oktober eingeladen.

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Ich sollte mich und meinen Bog ganz kurz vorstellen. Dann hat der Fotograf ein paar Aufnahmen von mir in meinem Zimmer, im Haus und im Garten gemacht. Nun werden sie daraus einen kurzen Trailer zusammenstellen. Ich bin gespannt! Die Zeit bis zum Auftritt im Oktober wird schneller verfliegen als man denkt!

Beitrag von Ende Februar 2016

Krefeld und Behinderte

„DEU Krefeld COA“ von Grafiker Theo Windges (moderne Zeichnung). SVG redrawing User: Perhelion 17. Dezember 2012); (Jürgen Krause 6. Oktober 2012) - http://krefeld.de/C1256D3B003B04D4/Files/848F279150B2B7AFC1256F56003AF505/$File/Wappen.pdf?open. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DEU_Krefeld_COA.svg#/media/File:DEU_Krefeld_COA.svg

„DEU Krefeld COA“ von Grafiker Theo Windges (moderne Zeichnung). SVG redrawing User: Perhelion 17. Dezember 2012); (Jürgen Krause 6. Oktober 2012) – http://krefeld.de/C1256D3B003B04D4/Files/848F279150B2B7AFC1256F56003AF505/$File/Wappen.pdf?open. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DEU_Krefeld_COA.svg#/media/File:DEU_Krefeld_COA.svg

Krefeld ist kein Dorf, sondern eine Großstadt.
Das kann man zumindest bei Wikipedia lesen. Die Einwohnerzahl beträgt 225.144
lt. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016.

Zitat Wikipedia: In der Landesplanung ist Krefeld als Oberzentrum eingestuft. Krefeld gehört zur Metropolregion Rhein-Ruhr, dem größten polyzentrischenVerdichtungsraum Deutschlands.

Das lässt einen davon ausgehen, dass alle Einwohner eine hohe Lebensqualität erwarten können.

Aber Einwohner ist noch längst nicht gleich Einwohner. Man sollte leistungsstark, gewinnbringend als Arbeitskraft einsetzbar, nicht zu alt, kein Ausländer und vor allem nicht behindert sein.

Wie lässt sich sonst erklären, dass man als Rolli-Fahrer nur an wenigen Haltestellen Krefelds den öffentlichen Nahverkehr nutzen kann? Dazu müsste es nämlich mehr erhöhte Haltestellen und mehr Fahrzeuge mit Niederflurtechnik geben.

Stadtbus Krefeld ~ Mercedes-Benz Citaro C2.jpgVon EveryPictureEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44843162

wheelmap.org

niederflurgerechte Haltestelle

Pflegereform ab 2017

Abenteuer Straßenbahnfahrt mit E-Rolli

Mittlerweile lebe ich schon gut 3 Jahre hier im Gerhard-Tersteegen-Haus.

Anfangs dachte ich immer, es sei temporär und irgendwann kann ich wieder selbstständig leben. OK, langsam habe ich eingesehen, dass das Wunschdenken ist und nicht passieren wird.

Dann dachte ich, dass ich wenigstens irgendwann wieder richtig laufen kann. Auch das scheint eher dem Wunschdenken zuzuordnen zu sein. *seufz*

Aber ich bin niemand, der schnell aufgibt. Wenn ich schon hier wohnen bleibe und auch der Rolli nun zu mir gehört, will ich wenigstens alles versuchen, was mir trotz der ganzen Einschränkungen noch möglich ist.

Es fing damit an, dass ich mit E-Rolli Linienbus gefahren bin. Nachdem ich das 2 mal gemacht hatte, ging ich die nächste Herausforderung an: Straßenbahn fahren. Außerdem wollte ich ja unbedingt mal wieder den Rhein sehen! Was lag also näher, als mit der Linie 043 nach Uerdingen zu fahren?!

O je, war das aufregend! Erst einmal fragte ich meinen Physio-Ritter, ob man mit E-Rolli auch in die Straßenbahn käme. Er meinte, ich sollte mal mit Herrn Sch. sprechen. Der säße auch im E-Rolli und sei sehr viel unterwegs.

Dann kam am selben Tag noch mein Neurologe zum Hausbesuch und ich fragte ihn, ob etwas dagegen spreche, dass ich mit dem E-Rolli Straßenbahn führe. Er meinte nur: „Versuchen Sie es. Aber erkundigen Sie sich vorab bei den SWK was Sie da beachten müssen.“

Ich erfuhr dann bei meinem Anruf, dass der Kundenberater keine wirkliche Ahnung von Rolli-Fahrgästen hat. *hmpf*

Also sprach ich mit Herrn Sch., fragte ihn ob es stimme, dass man als E-Rolli Fahrer nicht mit den Krefelder Straßenbahnen fahren könne. (Das hatte der Kundenberater gesagt.)

„Quatsch!“, sagte Herr Sch., „Man kann nur nicht überall ein- und aussteigen. Nur an erhöhten Haltestellen wie zum Beispiel am Hauptbahnhof.“

„Und wie ist das am Uerdinger Bahnhof?“, fragte ich, „Ich würde nämlich gerne mit der 043 nach Uerdingen fahren. Ich will nämlich den Rhein sehen!“

„Ja, das ist wahrscheinlich die einzige Haltestelle in Uerdingen, die erhöht ist“, meinte er trocken. Dann bot er mir an, zusammen mit mir nach Uerdingen zu fahren. Das nahm ich gerne an und wir verabredeten uns für Samstag nach dem Mittagessen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Samstagnachmittag fuhren wir mit 2 E-Rollis mit der Straßenbahn 043 nach Uerdingen! Juhu!! Alles klappte hervorragend!

Frau Ga. und Frank Regels

Zwischen Frau Ga. und Herrn Regels besteht eine richtig schöne, freundschaftliche Beziehung. Sie necken sich fast täglich und ‚Was sich neckt, das liebt sich!‘ heißt es nicht umsonst.😉 Wenn es einem von ihnen nicht gut geht, dann ist der andere geknickt.

Herr Regels reicht ihr den Arm, wenn sie auf dem Weg vom Rollator zum Stuhl ist. Dann rückt er ihren Stuhl zurecht. Er schiebt sie wieder an den Tisch heran. Er gießt ihr etwas zu trinken ein. Er hofiert sie wie eine Prinzessin. Und sie genießt es!🙂

Doch zum Schluss zwickt er sie zärtlich ins Ohr. Das hat jedesmal augenblicklich zur Folge, dass Frau Ga. juchzt, die Schultern hochzieht, den rechten Zeigefinger hebt und ruft:

„Freundchen!!! Passen Sie bloß auf!“

A. Reinkober / pixelio.de

A. Reinkober / pixelio.de

„Wieso? Was wollen Sie sonst machen?“, fragt Herr Regels und grinst.

„Dann hau ich Sie!“, sagt Frau Ga. kampfeslustig und versucht einen zaghaften Box-Stoß.

Herr Regels lacht: „Sie ist ja so süß! Und sie läßt sich nichts gefallen!“

„Genau!“, triumphiert Frau Ga..