Barbaras Freitags-Füller #435

18. August 17

Engel auf Erden

… gibt es mehr als man denkt! Es gibt sie wirklich, die lieben Menschen, denen man ab und zu im Alltag begegnet, die einem ganz selbstlos helfen, ohne dafür einen Gegenwert zu erwarten.

Ich habe zum Beispiel einen Engel, der zu mir an den Frühstückstisch im Speisesaal kommt und mir Kaffee eingießt. Sie hatte es mir irgendwann einmal angeboten. Als ich mich bedankte, sagte sie zu mir: „Gerne! Und gerne wieder. Sie müssen nur ein Wort sagen!“

Doch mittlerweile brauche ich nicht einmal mehr etwas zu sagen. Wenn sie mich morgens in den Speisesaal kommen sieht, springt sie eifrig auf und gießt mir den Kaffee ein, noch bevor ich den Tisch erreicht habe.

Ich finde das so lieb, so aufmerksam, dass ich sie einfach mal knuddeln musste.

„Das musste einfach mal sein!“, sagte ich und bedankte mich.

Die Umarmung wurde erwidert.

„Ach, das brauchen wir doch alle mal!“, meinte sie und drückte mich noch einmal.

Wie Recht sie doch hat!

Weltknuddeltag, 21.01.

Ohne Berührung kann ein Mensch nicht leben

Vorsorgevollmacht

In letzter Zeit fahren meine Gedanken in meinem Kopf Karussell. Ich merke, dass meine Eltern, die bisher alles Mögliche für mich geregelt haben, eben auch älter werden. Es wird nicht mehr lange dauern und es wird sie überfordern die Dinge für mich zu regeln.

Bei Einzug ins Heim habe ich mit Hilfe des Sozialdienstes des GTH eine Patientenverfügung erstellt. Allerdings wird sie nur etwas wert sein, wenn ich auch eine Vorsorgevollmacht erstellt habe.

So schlage ich mich nun also mit den Gedanken daran herum. Ich denke es ist gut, sich damit zu beschäftigen, solange man geistig fit ist und seinen Willen dazu noch äußern kann.

Ich habe zu diesem Thema ein aktuelles (vom 27.03.2017) Video vom ZDF WISO-TIPP gefunden, das ich sehr gut finde:

Vorsorge und Patientenrechte auf der Seite des BMJV (Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz)

Kapitel 28 und 29 von Tom Sawyer

Wir kommen weiter mit Tom Sawyer! Gestern las ich die Kapitel 28 und 29 vor.

Tom quälen auch nachts noch die Erlebnisse des letzten Tages. Am nächsten Morgen hofft er, dass er das alles nur geträumt habe. Um das abzusichern geht er in der Früh zu Huckleberry Finn.

Doch sein Freund Huck konnte ihn da nicht trösten. Das war kein Traum. Sie hatten das wirklich erlebt. Sie hatten tatsächlich den Schatz gesehen und waren dann dabei von Indianer Joe ertappt worden.

Huck hatte wirklich geträumt, von dem grünäugigen Spanier, wie er auf ihn losging. Der Henker solle ihn holen, meinte Huck.

Nicht holen, finden sollten sie ihn und damit das Geld, meinte Tom.

Doch Huck meinte ganz ängstlich: „Lieber nicht! Mich würd’s schütteln, wenn ich ihn wieder zu Gesicht bekäme.“

Da war Tom mutiger. Dann würde er es eben alleine tun. Huck solle nur Schmiere stehen und im Bescheid sagen, wenn sich der Kerl dem Haus näherte. Das Haus, wovon er überzeugt war, dass es das war, wo Joe den Schatz versteckt hatte.

Da Tom Huck davon überzeugen konnte, dass es nachts so dunkel sei, dass Joe Huck nicht sehen könne, erklärte sich Huck dazu bereit, Schmiere zu stehen.

Dann begann die Zeit des ängstlichen Wartens. Einige Tage war es nicht dunkel genug. Daher erschien Joe auch nicht. Doch dann gab es endlich eine Nacht, in der es dunkel genug war. Und siehe da, Joe erschien tatsächlich! Also rief Huck Tom und der erschien mit einer Laterne und einem großen Tuch, unter dem er das Licht der Laterne versteckte.

Nun betrat er den Rasthof, den Joe betreten hatte. Er ging zu dem Zimmer, in dem er Joe vermutete und versuchte die ganzen Schlüssel, die er mitgebracht hatte. Er hoffte, dass irgendeiner die Tür öffnen würde.

Das alles nahm ziemlich viel Zeit in Anspruch. Huck wartete bang draußen. Er wollte schon nachsehen, ob Tom nicht doch etwas schreckliches zugestoßen sei, da stürzte Tom zur Tür hinaus. Er war nämlich in das Zimmer gekommen. Die Tür war gar nicht abgeschlossen. Und da lag Indianer-Joe hinter der Tür und schlief seinen Rausch aus!

Nachdem die beiden Freunde in einer unglaublichen Geschwindigkeit weit genug weg gerannt waren, nahmen sie sich vor, den Schatz zu holen, wenn Joe nicht in dem Zimmer sei.

Librivox Free Audio Books: Die Abenteuer Tom Sawyers

Die Prinzessin und ihre Zofe

Wer mag das wohl sein?

Die Prinzessin… ist natürlich Frau Ga. an unserem Tisch, mittags im Speisesaal. Wir haben sie so getauft, weil sie immer sagt: „Also ICH habe das früher ganz anders gemacht.“ Sie hat früher die dicken Bohnen sogar geschält! 😂

„Und? Wie schmeckt es Ihnen?“, fragt Ute regelmäßig.

Die Prinzessin pickt mit ihrer Kuchengabel (die normale Gabel ist für sie „eine Mistforke!“ und einfach viel zu groß) auf ihrem Teller herum, zuckt mit den Schultern und rollt mit den Augen. Dann sagt sie: „BÄHH!“ und streckt ihre Zunge raus.

pixabay.com

Ich lache. Da kichert Frau Ga. dann auch. Zuletzt lacht sie ganz breit und herzlich!

Fragt ihr euch, warum und wer ist die Zofe?! Nun, die Zofe der Prinzessin bin ja ich. Denn ich helfe ihr gerne, Platz zu nehmen und binde ihr dann den Kleiderschutz um.

„Das müssen sie aber nicht!“, sagt sie dann jedes mal zu mir.

„Ich weiß! Ich vielleicht nicht, aber ihre Zofe schon! Das gehört zu ihren Aufgaben!“, antworte ich jedes Mal. Dann zieht Frau Ga. ihre Schultern hoch und lacht ganz verschmitzt. ☺️

Ich habe sie richtig lieb! ❤

 

Zofe – Wiki

Überraschung!

Am Freitagnachmittag erlebten die Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses eine wunderbare Überraschung.

Das ganze war für die Bewohner ein echtes Mysterium, stand doch nichts dazu auf dem monatlichen Veranstaltungskalender. Nur Informationszettel auf den Tischen im Speisesaal informierten uns, dass das Mittagessen bereits um 11:30 Uhr auf den Wohnbereichen stattfinden würde, da abends gegrillt würde und die Hauswirtschaft freie Bahn brauchte, um den Speisesaal umzuräumen.

Aha. Es sollte also gegrillt werden. Wir freuten uns sehr! Ich bestellte mein Mittagessen ab, da ich beim Grillen zuschlagen wollte! Da sollte es nämlich auch Salate geben.

Gegen 15:00 Uhr wurden die Bewohner aufgefordert in den Speisesaal zu kommen oder sie wurden runter gebracht. Die Spannung wuchs. Wir spürten, dass da was im Sack war!

Der Speisesaal war um Seminarraum und Kapelle vergrößert worden und lange Tische waren aufgebaut. Die Damen von Hauswirtschaft und Sozialdienst waren beschäftigt, die Bewohner an ihre Plätze, unterteilt nach Wohnbereichen, zu leiten.

Nach und nach fanden sich immer mehr unbekannte Herren ein und wir mutmaßten, wer das wohl sei. Schnell waren wir uns einig: das mussten edle Spender sein!

Der Rotary Club Kempen Krefeld hatte den trompetenden Eismann Skotty bestellt. Es gab also erst einmal köstliches Eis, Vanille + Schoko + Erdbeere, gekrönt von leckerer Schokoladensahne und Erdbeersoße. Ein Gedicht!

sooooooo lecker!!!!!

Nachdem alle Bewohner mit Eis versorgt worden waren, spielte Skotty beschwingte Musik auf seiner Trompete. Er spielte alles auswendig, begleitet zu Musik vom Band. Einfach genial!

Skotty, der trompetende Eismann

Derweil begrüßte Hr. Frings-Wikker, Einrichtungsleiter des Gerhard Tersteegen Hauses die edlen Spender und die Bewohner.

Durch die Fenster blickten wir nach draußen in den Garten des Heims. Wir sahen, wie Hr. D., ein ehrenamtlicher Helfer des GTH den großen Grill anwarf. Später legte er Fleisch und Würste auf den Rost. Das Grillen hatte begonnen.

Herr D. am Grill

Zur selben Zeit baute die Hauswirtschaft ein Büfett mit Salaten, Kräuterquark, Brot und weiteren schmackhaften Kleinigkeiten auf.

Damen der Hauswirtschaft des GTH

Da lief einem schon beim Zusehen das Wasser im Munde zusammen!

Die Bewohner des GTH bedanken sich ganz herzlich beim Rotary Club Kempen-Krefeld für den schönen Nachmittag!

Ebenso geht unser Dank an alle weiteren helfenden Hände, die die Speisen zubereiteten und das Fest für uns wunderschön gelingen ließen!

(Ich bitte um Nachsicht mit meinen Fotos. Besser unscharfe Bilder, als gar keine. 😉  )