Fußballfieber steigt wieder

Angeblich interessiert sich ja niemand für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Fußball? Ach nein, das gucke ich nicht. Gutmensch sagt: „Was da für ein Geld ausgegeben wird! Das unterstütze ICH NICHT!“

Warum höre ich auf den Fluren nur immer wieder die Fernsehübertragungen der Spiele?

Ach… unter der Hand wird auch gewettet?

Warum wird immer schöner dekoriert?

 

Früher Beamtin beim LVR Dezernat Soziales

Es ist nicht leicht, neue Bewohner über ihr Berufsleben zu befragen, die in ihrer eigenen Welt leben. Trotzdem versuche ich, möglich viel über sie herauszubekommen und ihnen so einen Platz auf meinem Blog in der Kategorie „Beruf früher“ zu geben. Sie waren ja nicht immer krank. Sie haben auch viel geleistet in und für unsere Gesellschaft.

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Von Landschaftsverband Rheinland – http://publi.lvr.de/publi/PDF/807-Dezernat_Kultur_bf.pdf, Gemeinfrei, Link

Frau D. war früher Beamtin, Sachbearbeiterin beim LVR Dezernat Soziales. (LVR = Landschaftsverband Rheinland) Vielleicht sollte ich besser sagen Dezernat Jugend, denn wie sie mir erzählte, hatte sie viel mit der Erstellung von Akten über Kinder, die von Jugendämtern, Schulen oder Kindergärten zur Unterbringung in Heimen oder bei Pflegefamilien ausgewählt waren.

In der Zeit, in der sie dort arbeitete, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, gab es viele Kinder, die in Heimen untergebracht werden mussten.

Aber es gab auch Kinder, die zuhause wohnten, wo die Eltern mit ihnen nicht zurechtkamen. Sie wurden für einige Zeit aus der Familie herausgenommen und in ein Heim umgesiedelt.

Die kommunalen Jugendämter, Schulen, Kindergärten meldeten auffällige Kinder und Familien/Eltern und entschieden darüber, welches Kind, welche Familie Hilfe benötigte. Dann leiteten sie das an den LVR weiter. Dort erstellte Frau D. die entsprechenden Akten und leitete sie dann weiter an ihre Vorgesetzten (Juristen, Sozialpädagogen). Beim LVR wurden dann die entsprechenden Schritte eingeleitet.

Als Frau D. heiratete, gab sie ihren Beruf auf und umsorgte ihren Mann und die gemeinsamen zwei Töchter. Das war damals so üblich.

Neues zur Kategorie „Beruf früher“

pixabay.com – Alexas_Fotos

Es sind in letzter Zeit einige neue Bewohner im GTH eingezogen, die ich gerne zu ihrem Beruf früher fragen möchte.

Eine Dame habe ich schon befragt und auch einen Beitrag dazu verfasst. Den habe ich ihr heute gegeben. Sie soll sich das ansehen und mir Bescheid sagen, ob ich das soweit richtig verstanden und wiedergegeben habe. Sobald ich ihr OK habe, gibt es einen neuen Beitrag! 😊

Die zweite Bewohnerin muss ich erst noch einmal näher befragen. Dann schreibe ich den Beitrag. Den werde ich ihr erst einmal vorab geben. Wenn ich dann das OK habe, gibt es noch einen neuen Beitrag in der Kategorie „Beruf früher“. 😊

Der Schornsteinfeger

pixabay.com – OpenClipart-Vectors

Gestern war endlich mal wieder Gottesdienst im Gerhard Tersteegen Haus. Pfarrer Fricke-Hein sollte den Gottesdienst leiten.

Aber er hatte die Liedblätter vergessen. Also machte er sich noch einmal auf den Heimweg. Daher begann der Gottesdienst fast 30 Minuten später als geplant. In der Zeit waren alle Bewohner, die am Gottesdienst teilnehmen wollten in der Kapelle versammelt und warteten.

Auch die Klavierspielerin, die die Lieder immer am Klavier begleitet, war da. Von ihr erfuhr ich, dass der Gottesdienst ½ Stunde später stattfinden sollte und auch warum.

„Vielleicht sagst du das auch den Bewohnern. Sie werden sonst unruhig. Eine Frau ist auch schon gegangen“, meinte ich zu ihr.

„Stimmt! Das könnte ich machen“, sagte sie. Sie stand auf und wandte sich an die Senioren.

Man merkte förmlich, wie sich die Stimmung im Raum entspannte.

Doch nicht bei allen war das so. Frau T. fragte ihre Nachbarin: „Was ist mit dem Schornsteinfeger?“

„Schornsteinfeger??? Ach, nichts“, antwortete Frau L..

Es vergingen einige Minuten. Dann fragte Frau T. ganz unruhig: „WAS war das mit dem Schornsteinfeger??“

„Der kommt morgen. Heute ist Sonntag“, sagte Frau L..

Das wiederholte sich noch 2 mal. Da rollte ich zu Frau T. und erklärte ihr: „Wir warten auf den Pfarrer. Er holt nur noch die Liedblätter.“

„Ach so… und was ist mit dem Schornsteinfeger?“, fragte sie dann wieder ganz besorgt.

Einige Minuten später hörte ich, wie sie Frau L. erzählte: „Mein Mann war nämlich Schornsteinfeger!“

WM-Fieber auch im GTH

Es ist schon interessant, dass das WM-Fieber auch im Altenheim grassiert. Im Speisesaal ist sogar ein Fernseher aufgebaut, an dem man gemeinsam die Spiele gucken kann.

Das ist auch gut so, denn heute spielt Deutschland zum ersten Mal um 17:00 Uhr und um 17:30 Uhr ist Abendbrot.

So muss man also auf nichts verzichten.

Ich bin schon ganz gespannt, wie es wird. Zum einen das Spiel und zum anderen das gemeinsame Gucken.

Gesprächskreis – Der Mut

Am letzten Dienstag im Gesprächskreis ging Frau Mues nach alt-bewährter Methode vor. Sie stellte das Thema vor: Der Mut. Sie meinte das knüpfe wirklich direkt an unser letztes Thema, Vertrauen an.

Sie blickte mich an und meinte: „Was sagten Sie noch, brauche es dafür, dass man jemandem sein Vertrauen schenkt?

Ich antwortete: „Mut!“

Ihre Antwort war: „Deshalb habe ich für heute den Mut als Thema gewählt.“

Um uns nicht ganz mit leeren Händen zu lassen, verteilte sie die üblichen Zitate-Zettel. Die Zitate waren wieder sehr unterschiedlicher Art. Wir lasen gemeinsam die Sprüche. Manche sagten dem einen gar nichts, einem anderen dafür viel. Es ist immer wieder interessant zu hören, WAS zu WEM spricht und warum. Da spielen die persönlichen Erlebnisse eine große Rolle.

Am Ende der Stunde sagte Frau Mues, sie sei eigentlich nicht jemand, der bei einer Sache hängen bliebe. Sie möge die Veränderung, sei stets auf zu neuen Ufern. Wir sollten doch überlegen, ob wir bei der jetzigen Methode, den Kopien zu einem Thema, bleiben sollten oder ob wir etwas neues probieren wollten. Vielleicht möchten wir über Lieblingsbücher sprechen? Oder etwas ganz anderes?

Ich bin gespannt, wie unser Gesprächskreis weiter gehen wird…

Akkordeonorchester Konzert Juni 2018

Heute Nachmittag waren die Musiker des Hobby-Orchesters des  Akkordeon Orchester 1957 St. Tönis e.V. im Gerhard Tersteegen Haus und haben für uns gespielt. Das ganze wurde wieder sehr kurzweilig vom Dirigenten Carsten Kalkmann moderiert.

Die Bewohner waren sehr zahlreich unten im erweiterten Speisesaal erschienen. Da das Hobby-Orchester regelmäßig bei uns auftritt, wissen die meisten von uns welche Leckerbissen uns dort präsentiert werden.

Frau Ga. sprach schon seit Mittwoch von nichts anderem. Sie geht nur zu ganz wenigen Veranstaltungen. Aber zum Konzert des Akkordeonorchesters kommt sie immer!

(c) Katrin – musikhai

Frau Glatzki (Ehrenamtliche) begrüßte die Musiker und die Bewohner und überbrückte die Zeit, die wir warten mussten bis das Konzert begann, indem sie eine Geschichte vorlas. Wir warteten, bis alle Orchestermitglieder im GTH waren.

Dann ging es los! Dirigent Carsten Kalkmann nahm uns mit auf eine musikalische Reise durch diverse Musicals, deutsche oder Musicals von Andrew Lloyd Webber, Schlager, Volksmusik und beendete das Konzert mit der 3. Zugabe „Schneewalzer“.

(c) Katrin – musikhai

Es war ein wunderbares Konzert! Wir bedankten uns mit andauerndem Applaus.