Update 9: Frau K.

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Immer wieder treibt es mich zu Frau K.. Ich bilde mir ein, sie fühlt meine Nähe und das tut ihr gut.

Als ich gestern Nachmittag kam, ließ ich mir viel Zeit. Bisher war sie nachmittags immer am ‚fittesten‘. Von Tag zu Tag baut sie mehr ab. Sie war ganz grau im Gesicht. Mit geschlossenen Augen und offenem, zahnlosem Mund lag sie still auf dem Rücken.

Ich setzte mich zu ihr ans Bett und spendete ihr ein wenig Schatten. Denn ein vorwitziger Sonnenstrahl kitzelte ihr Gesicht.

Ich erzählte ihr, was tags zuvor passiert war. Dann sagte ich ihr, dass ich sie sehr lieb habe. Sie habe mir meinen Anfang im Heim erträglicher gemacht. Nun sei ich an der Reihe, ihr zu helfen. Sie habe ein langes Leben hinter sich und könne nun ruhigen Gewissens loslassen. Ich habe mit ihrer Tochter gesprochen. Sie sehe das mittlerweile genau so.

Sie solle nicht mehr weiter kämpfen. Wir wünschen ihr, dass sie loslassen könne und dass es ihr gut gehe.

Da fing sie plötzlich an laut zu stöhnen: „Aua…AUA…AUA!„, und warf den Kopf hin und her.

Das ging mir so sehr ans Herz! Sie sollte nicht so leiden!

„Schhh… schhh… ganz ruhig… sie können jetzt loslassen… schhh… alles wird gut… “ , wollte ich sie beruhigen.

Da riss sie plötzlich das linke Auge ganz weit auf.

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Laut, kehlig und gut zu verstehen sagte sie: „Ich bin noch nicht dran! “ , dann sank sie zurück, schloss die Augen wieder.

Ich blieb verstört zurück.

Nikolausfeier 2016

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Am Dienstag, den 06.12.2016 hatten wir eine große Nikolausfeier. Die Damen vom Sozialdienst hatten den Speisesaal liebevoll hergerichtet. Tische wurden gerückt und eingedeckt. Das Klavier wurde zentral aufgebaut und ein Mikrofon hingestellt, damit jeder Frau Drechsler, die Märchenerzählerin sehen und hören konnte.

Dann kamen die Bewohner nach und nach in den Saal. Sie kamen entweder selbstständig oder sie wurden gebracht von Damen des Sozialdienstes vom Pflegepersonal oder von Ehrenamtlichen. So eine große Veranstaltung bringt immer viel Arbeit für das Personal mit sich. Umso lobenswerter finde ich es, dass uns so viel geboten wird!

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Nachdem alle eingetroffen waren, gab es erstmal Kaffee, Plätzchen und Mandarinen, oft in einzelne Segmente geteilt und angereicht von helfenden Händen.

Dann wurden Liedtext-Hefte verteilt und es begann das große Singen.

Bereits oben auf meinem Zimmer war es sehr weihnachtlich. Morgens hatte ich schon einen Schokonikolaus bekommen. Auch die Sonderausgabe Weihnachten 2016 der Hauszeitung Vivimus wurde an diesem Tag herausgegeben.

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Es war ein rundum schönes Fest, das allen Bewohnern sehr gefallen hat!

Wir bedanken uns bei allen, die dazu beigetragen haben, dass das Nikolausfest 2016 für uns Bewohner so schön war!

Kapitel 2 fertig vorgelesen

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Heute Vormittag habe ich ein weiteres Kapitel der Herdmanns vorgelesen. Und das kam so:

Ich machte mein Zimmer frei für die Reinigungskraft und fuhr also mit meinem E-Rolli auf meinem Wohnbereich die Gänge entlang. Frau Ke. wurde zur Physiotherapie abgeholt, Frau W. schien heute extrem Streit-lustig und Frau M. wollte den kleinen Speisesaal verlassen, um nicht in die Schusslinie zu geraten.

In dem Moment rollte ich am kleinen Speisesaal vorbei und sah Frau M. traurige Miene machen und aus dem kleinen Speisesaal fliehen. Sie sah so traurig aus!

Da sprach ich sie an: „Was ist los Frau M.? Stress?“

Sie nickte schicksalsergeben. Sie war ganz tief in ihren Rolli gerutscht.

„Soll ich weiter von den Herdmanns vorlesen?“, fragte ich sie.

Der Kopf richtete sich auf und wildes Nicken zeigte mir: „JA!!!“

Also holte ich das Buch aus meinem Zimmer. Wieder zurück verkrümelten wir uns in eine hintere Ecke des Saals, ich setzte meine Brille auf, schlug das Buch auf und begann zu lesen. Das zweite von insgesamt sieben Kapiteln ist das, in welchem Charlie, der Bruder der Geschichten-Erzählerin, sagt, dass sie in der Sonntagsschule in der Kirche immer Süßigkeiten bekämen. (Wie unklug!)

Prompt erscheinen die Herdmanns am Wochenende in der Sonntagsschule!

Als ich das vorlas, lachte Frau M. kehlig und ausgelassen. Das gefiel ihr!

Am Ende von Kapitel 2 sagte ich: „So! Das war nun das 2. von 7 Kapiteln. Das schaffen wir locker bis Weihnachten!“

Frau M. strahlte und nickte heftig JA!

Nikolaus war meine beste Rolle

Herr E. erzählt:

Eigentlich wollte ich ja mal Schauspieler werden. Aber das galt bei mir zu Hause als brotlose Kunst.

„Lern lieber was anständiges, womit du deine Familie ernähren kannst!“, schimpfte mein Vater damals.

Ich wollte aber kein Handwerker oder Kaufmann werden. Mein Herz schlug für die Künste. Doch das gab ein „echter deutscher Mann“ lieber nicht bekannt. Das war kurz nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufbau Deutschlands.

Da mir die Meinung meines Vaters sehr wichtig war, ich aber trotzdem gerne in fremde Rollen schlüpfte, suchte ich nach Gelegenheiten dies in meiner Freizeit zu tun. Daher sagte ich sofort zu, als sich mir die Möglichkeit bot, mein Gehalt aufzubessern, indem ich den Nikolaus für Kinder spielte.

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Ich sah zu, dass ich mir morgens mein Kostüm, eine Liste mit den Kindern und die dazu gehörenden Tüten mit kleinen Stichpunkten zu jedem Kind abholte. Dann hatte ich den Rest des Tages Zeit, mich auf meine Rolle vorzubereiten. Um 17:30 Uhr sollte dann die große Aufführung starten.

Nach und nach kamen die Eltern mit ihren Kindern in die Gaststätte. Die Kinder bekamen einen Kakao oder einen Saft, die Väter und Mütter ein Bier oder ein Glas Wein. Die Kinder waren sehr aufgeregt.

Dann wurde es 17:30 Uhr und mein Auftritt begann. In der Ecke der Gaststätte stand ein Klavier. Eine Dame setzte sich ans Klavier und spielte und sang:

„Nikolaus ko-homm i-hin unser Haus
pack die gro-ho-sse-hen Taschen aus.

Lustig, lustig, trallerallala!
Heut ist Niko-la-haus Abend da,
heut ist Niko-la-haus Abend da.

Stell das Pfe-herd-che-hen unter den Tisch
dass es Heu und Hafer frisst.

Lustig, lustig, trallerallala!
Heut ist Niko-la-haus Abend da,
heut ist Niko-la-haus Abend da.

Heu und Ha-ha-fe-her frisst es nicht,
Zuckerplä-hätz-che-hen kriegt es nicht.

Lustig, lustig, trallerallala!
Heut ist Niko-la-haus Abend da,
heut ist Niko-la-haus Abend da.“

Spätestens beim Refrain wurde sie von den Kindern unterstützt. Es war, als müssten sie sich etwas Mut machen.

Dann nahm ich meinen großen Sack mit den Tüten und der Namensliste und rief ein Kind nach dem anderen zu mir.

„Ist denn die kleine Anna heute hier?“, fragte ich. Ein Mädchen kam ganz schüchtern nach vorne: „Ja“, flüsterte sie.

„Na, dann komm mal zu mir“, meinte ich. „Es ist mir zu Ohren gekommen, dass du immer sehr fleißig deine Hausaufgaben für die Schule machst. Allerdings wäre es noch besser, wenn du der Mama nicht immer Widerworte gibst.“

Da wurde sie ganz rot.

„Aber ich habe dir trotzdem eine Tüte mit lauter Leckereien mitgebracht!“

„Danke!“, sagte sie und machte einen Knicks. Dann rannte sie flugs wieder zu ihren Eltern.

„Ah… als nächstes steht hier der Peter… ist der Peter H. denn auch hier?“, fragte ich ganz streng.

Ein richtiger kleiner Lausbub löste sich aus der Menge: „Das bin ICH!“

„Aah… DU bist das also…“, ich wiegte meinen Kopf hin und her, „da hat man mir ja einiges erzählt!“

Mit großen Augen schaute er zu mir auf.

„Du sollst deiner Schwester immer an den Haaren ziehen… aber du lässt in der Schule deine Klassenkameraden immer abschreiben, wenn sie mal vergessen haben ihre Hausaufgaben zu machen… hm… abschreiben geht ja so gar nicht… aber du bist ja nur hilfsbereit… hm… also… hier ist eine Tüte voller Leckereien auch für dich!“

Ganz erleichtert hüpfte Peter nach vorne.

Doch ich war noch nicht ganz fertig: „Aber du musst mir versprechen, die Haare deiner Schwester in Ruhe zu lassen!“

„Klaro“, sagte er, grinste und hüpfte wieder zu seinen Eltern zurück.

So eine Rolle, bei der ich solch ein Wohlgefühl verspüren konnte, hatte ich nie wieder!

Pflegereform kommt zum Jahreswechsel

Eine Followerin meines Blogs, Susanne Spieker vom Blog Lernstation Pflege machte mich auf ein Video, abrufbar in der ZDF-Mediathek (verfügbar bis 04.03.2017), aufmerksam. Hier spricht Peter Hahne vom ZDF mit Maria Michalk, Vertreterin der sächsischen CDU. Seit September 2015 ist sie neue gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/ CSU Bundestagsfraktion. Und mit Claus Fussek, Diplom Sozialpädagoge, tätig im ambulanten Beratungs- und Pflegedienst. Er ist ein starker Kritiker der Pflegesituation in Deutschland. Der Film dauert eine knappe halbe Stunde. Ich fand ihn interessant. Schaut mal rein!

>>klick<<

Die Pflegestärkungsgesetze

So war’s – Weihnachtliches Akkordeonkonzert 2016

Wir hatten gestern ein sehr stimmungsvolles weihnachtliches Akkordeonkonzert. Das Hobbyorchester des Akkordeon Orchester 1957 St. Tönis e.V. war wieder einmal mit vielen Instrumentalisten und ihrem Dirigenten Carsten Kalkmann bei uns im Gerhard-Tersteegen-Haus.

Das Orchester spielte bekannte und weniger bekannte Weihnachtsmusik. Hr. Kalkmann sagte die Stücke sehr humorvoll an.

Ungefähr zur Hälfte des Konzerts las Fr. Glatzki die Geschichte von der Weihnachtsgans von Marie Branowitzer-Rodler vor. Auch das ist eine humorvolle Geschichte. Sie erntete viel Lachen und Applaus.

Anschließend wurden die Bewohner aufgefordert, mit zu singen. Es gab fünf bekannte Weihnachtslieder. Die Liedtexte wurden an die Bewohner verteilt. Es wurden jeweils die drei ersten Strophen gesungen. Zum Schluss sangen wir „Alle Jahre wieder“. Hr. Kalkmann sagte, dass sie gerne wieder kommen würden. Wir Bewohner sehen sie auch gerne wieder!🙂

(c) Katrin - musikhai

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(c) Katrin – musikhai

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Freitag ist Lachabend

Das ist die lustigste Bibel-Geschichte, die ich kenne! 😂 😂 😂

meinekleinechaoswelt

Für euch Mädels
Wie würde eigentlich die Weihnachtsgeschichte klingen, wenn die heiligen 3 Könige👑💂👳 in Wahrheit 3 heilige Königinnen👸 gewesen wären?
1. sie hätten einfach nach dem Weg gefragt

2. sie wären pünktlich angekommen

3. sie hätten bei der Geburt geholfen

4. sie hätten den Stall sauber gemacht

5. sie hätten sinnvolle Geschenke mitgebracht und auch was zu essen
Aber….während der Heimreise hätten sie gesagt
1.Habt ihr die Sandalen gesehen, die Maria zur Tunica trägt?

2. man sagt, Josef sei arbeitslos…

3.Wie halten sie es mit all den Tieren im Haus überhaupt aus?

4. Mal sehen, wann wir die Schale zurück bekommen, in der wir die Lasagne mitgebracht haben!?

5.Der Kleine schaut Josef überhaupt nicht ähnlich!

6. Habt ihr die gammeligen Gäste mit den Viechern gesehen?,

7.“Jungfrau“? Das ich nicht lache! Ich kenne Maria noch von früher…

🕌💂👳👑🐂🐏🐑👪
In diesem Sinne auch heute wieder: Auf die Frauen! 🍸💅👙💄👠

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