Barbaras Freitags-Füller #423

Zum zweiten Mal mache ich bei Barbaras Freitags-Füller mit. Für sie ist es schon

# 423

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1.  Bei Milka fällt mir die lila Kuh ein.

2.  Bei der Hitze verbringe ich meinen Alltag recht un- spektakulär.

3.  Ich verstehe nicht  wie man bei der Hitze noch Sport treiben kann .

4.  Liebe ist zeitlos.

5.  Das Gefühl von kühlem Wind, der durch die Haare streicht, ist nicht zu bezahlen!

6.  Ein kühler Eiskaffee ist heute wie für mich gemacht.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein kühles Bier , morgen habe ich geplant, einfach abzuhängen und Sonntag möchte ich im Garten unter einem Baum meinen Nachmittags-Eiskaffee trinken!

Und dann kam sie schon heute! – Teil 2

Christi Himmelfahrt war so ereignisreich, dass es sich lohnt, noch etwas mehr davon zu berichten.

Im ersten Teil berichtete ich bis zum Mittag. Da wir ja einen Feiertag hatten, gab es ein besonderes Mittagessen:


Dazu gab es trockenen Weißwein.



Mein Spargel war schon in Stücke geschnitten. Die ganzen Stangen sehen natürlich schöner aus. Aber das Schneiden schaffe ich nicht allein. 😏


Alles war köstlich! Sogar Frau Ga. hat noch einmal nach genommen! Es passierte ein Wunder. Wo sie sonst kein gutes Haar an den Speisen hier lässt, sagte sie gestern tatsächlich, es habe gut (!!! man höre und staune!!!) geschmeckt… alles! (Diesen Tag wird sich die Küche rot im Kalender anstreichen!!!)

Allgemein waren wir begeistert von dem guten Essen! Jetzt freuen wir uns auf Pfingsten oder Fronleichnam. Da gibt es bestimmt noch einmal Spargel.

Nach dem köstlichen Mittagessen  musste ich mich ein klein wenig ausruhen.

„Wieso bist du denn müde? ICH bin doch die ganze Zeit gelaufen! Du sitzt doch!“, sagte X. .

Wie soll ich einer 7-Jährigen die Fatigue erklären? Das verstehen ja schon die Erwachsenen nicht!

„Wenn du willst, kannst du in meinem Zimmer bleiben“, sagte ich zu ihr, „Ich muss mich nur für eine Viertelstunde aufs Bett legen!“

Erleichtert packte sie ihre Buntstifte aus und fing an zu malen.

Doch ich hatte keine richtige Ruhe und bald war ich wieder am Tisch. (Das lag einzig allein an mir. X. war total still.) „Was hast du dir überlegt? Was wollen wir denn basteln?“, fragte ich.

X. linste über den Tisch. Dort hatte ich noch ein paar Würfel liegen. „Ich möchte einen Würfel basteln!“, sagte X. sehnsüchtig. Das machten wir dann auch. Wir machten sogar zwei! Einen großen und einen kleinen!


So hatten wir einen vollen, schönen Tag erlebt.

„Kann ich morgen wiederkommen?“, fragte X..“Nein“, war die Antwort von mir und auch von der Pflegerin, „Gerne kannst du wiederkommen, aber nicht morgen. Das ist mir zu anstrengend!“

U. jetzt auch im REHACARE-Interview

Als sie erfuhr, dass ich im REHACARE-Interview mitgemacht hatte, sagte sie: „Du hast es gut. Du hast den Computer. Und du kannst auch damit umgehen. Ich habe zwar ein Tablet. Aber damit kann ich leider nicht gut genug umgehen, als dass ich da mitmachen könnte.“

Also bot ich ihr an, das mit ihr zusammen an meinem Computer zu machen. Gesagt, getan. Heute steht sie drin mit dem Fragebogen „So tickt…“!

Hier kommt ihr dorthin.

Und dann kam sie schon heute!

Heute Morgen sagte die Pflegerin zu mir: „Ach übrigens… X ist schon da! Sie wollte unbedingt heute schon mitkommen. Sie sitzt vorne am Pflegestützpunkt und malt. Am liebsten wäre sie gleich mit zu Ihnen ins Zimmer gekommen. Doch da sagte ich ihr, sie müsse noch ein wenig warten!“

„Wirklich? Ihre Tochter ist heute mitgekommen?“, fragte ich ganz überrascht.

„Ich war ja auch überrascht. Heute ist ja Feiertag. Da hätte sie auch mit meinem Mann (dem Vater) zu Hause bleiben können. Doch sie wollte unbedingt mit!“

Jetzt kümmerte die Pflegerin sich erst einmal um mich. Als ich frisch geduscht war, steuerte ich mit meinem Aktiv-Rolli erst einmal den Pflegestützpunkt an. Ich war noch nicht ganz da, da sprang mir die Kleine entgegen und rief: „Hallo!“

Mir schoss durch den Kopf, was Erwachsene immer über Kinder denken die sie länger nicht gesehen haben: „Ui! Ist sie groß geworden!“

Fröhlich und ein Ausbund an Energie kam sie mir entgegen.

„Hallo X, schön, dass du da bist!“, sagte ich, „Ich gehe jetzt erst einmal nach unten in den Speisesaal, frühstücken. Wenn ich zurück bin, zeige ich dir, was wir zusammen basteln könnten.“

„Au ja!“, sprudelte die Tochter der Pflegerin, „bis gleich!“

Als ich wieder zurück war, zeigte ich ihr, was wir alles basteln könnten. Andächtig schritt sie durch mein Zimmer: „Hast du das alles selber gebastelt?“

„Ja, in der Ergotherapie. Die Therapeutin hat mir aber viel geholfen!“, so viel Ehrlichkeit musste sein.

X. konnte sich nicht entscheiden. Daher packte ich zuerst einmal ein Rätsel-Blatt aus. Verschiedene Obst- und Gemüsesorten mussten ausgemalt werden. Dann sollten die Namen in einem Buchstabengitter gefunden werden. Guckt mal >>hier<< rein!

Dann wurde es 10.00 Uhr und meine Eltern kamen. Da ich ja dachte, X. käme erst morgen, hatte ich zugesagt, als sie mich fragten, ob sie mich Himmelfahrt besuchen könnten. Da ich ja eigentlich vorgehabt hatte, mit ihnen bei gutem Wetter raus zu gehen, fragte ich X., ob sie mitkommen wolle. Wir würden an einem nahe gelegenen Spielplatz vorbei kommen. Das Argument zog! Dass es meinen Eltern eine Freude sein würde, wenn wir zu viert losziehen würden, davon war ich überzeugt.

Wir verbrachten eine sehr schöne Zeit zusammen und zogen eine Stunde durch die nähere Umgebung bei traumhaft schönem Wetter. ½ Stunde vor dem Mittagessen waren wir zurück im Gerhad-Tersteegen-Haus.

>>>Morgen erzähle ich weiter!<<<

Meine „alte“ Freundin

Letztens erzählte mir die Pflegerin morgens von ihrem Gespräch mit ihrer 7-jährigen Tochter.

„Freitag kann ich mich aber nicht um dich kümmern, wenn du da mitkommen möchtest. Da habe ich sehr viel zu tun auf der Arbeit“, sagte sie.

„Ach, das ist nicht so schlimm“, sagte die 7-Jährige (im Oktober wird sie schon 8!), dann gehe ich zu meiner alten Freundin! Dann basteln wir was.“

Zu Weihnachten 2014 hatte ich Sterne mit ihr gebastelt.

„Alte“ Freundin kann man auf zwei Ebenen sehen:
1. alt an Lebensjahren – das bin ich für 7-Jährige auf jeden Fall. Immerhin wohne ich  ja in einem Altenheim.

2. Alte Freundin sagt man ja auch schon mal, wenn die Freundschaft schon lange besteht.

Doch ich denke, ich bin für sie alt an Jahren. 😉 Ich bin gespannt, ob sie kommt. Auf alle Fälle habe ich mir schon mal überlegt, was wir basteln können. Vielleicht das hier:

Sterne basteln – Dezember 2014

Oder, weil einfacher: Marienkäfer basteln

Senioren-Zicken-Krieg hat mich geschafft

Eigentlich wollte ich gestern erzählen, wie es bei der Speiseplanbesprechung gewesen ist.

Flowermaid traf den Nagel auf den Kopf:

… nichts polarisiert mehr als Essen und Geschmacksbildung… kein einfacher Termin

ute42 sagte:

Leider sind die Geschmäcker eben viel zu unterschiedlich. Da dürfte man kaum auf einen Nenner kommen – im Seniorenalter schon gar nicht mehr.

Ich sprach vom Senioren-Zicken-Krieg, und Flowermaid schrieb:

… dachte ich mir … es wird dich nicht trösten aber dieses Thema ist und war schon immer generationenübergreifend… meine Mutter war Schulköchin in einer Ganztagsschule… in meiner Schule…

Also war ich wegen des lauten Durcheinanders vollkommen geschafft! 😦

O-Ton einer Seniorin:

ICH beschwere mich NIE! Aber heute Mittag…

und dann ging es los…